Thomas Michel erhält Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk in Wiesbaden
Klaas LübsThomas Michel erhält Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk in Wiesbaden
Thomas Michel, Vorsitzender der Wiesbadener Stiftung, ist mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt sein jahrzehntelanges Engagement für die Stadt, das von stiller Entschlossenheit und einem Geist der Zusammenarbeit geprägt ist. Michel, bekannt für seine Fähigkeit, Menschen zu vereinen, hat bleibende Spuren in der kulturellen und sozialen Landschaft Wiesbadens hinterlassen.
Sein Bezug zur Stadt begann 1981, als er das traditionsreiche Teppichgeschäft seiner Familie in der Wilhelmstraße übernahm. Das Unternehmen machte ihn zu einer bekannten Persönlichkeit in Wiesbaden und bildete die Grundlage für sein späteres bürgerliches Wirken.
Anfang der 2000er Jahre gründete er die Wiesbadener Stiftung, die heute ein Stiftungsvermögen von rund sechs Millionen Euro verwaltet. Die Organisation hat sich zu einer tragenden Säule des städtischen Lebens entwickelt und fördert Initiativen wie die „Lese-Ritter“, lokale Geschichtsprojekte und die Bürgerakademie. Ihr Flaggschiff-Programm, der Leonardo-Schulpreis, zelebriert Bildungserfolge und setzt sich gleichzeitig für Kultur und soziale Teilhabe ein.
In seiner Dankesrede betonte Michel seine Dankbarkeit gegenüber seiner Familie, seinen Kollegen und der Stadt für ihre Unterstützung. Hessens Finanzminister Prof. Alexander Lorz lobte seinen Bürgersinn und seinen stetigen Einfluss auf die Entwicklung Wiesbadens über die Jahre. Stadtrat Dr. Gerhard Obermayr, der sowohl in offizieller Funktion als auch als Freund sprach, hob Michels Talent hervor, Spannungen abzubauen und die Zusammenarbeit zu fördern.
Die Stiftung wird bis Ende 2027 einen Führungswechsel erleben. Dr. Alrun Luise Schößler wurde als Michels Nachfolgerin benannt und wird den Vorsitz übernehmen, wenn seine Amtszeit endet.
Das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse unterstreicht Thomas Michels Rolle bei der Stärkung der Wiesbadener Gemeinschaft. Seine Arbeit durch die Stiftung hat Bildung, Kultur und Unternehmertum gefördert und sichert so deren nachhaltige Wirkung. Mit Dr. Schößler an der Spitze ab Ende 2027 bleibt die Zukunft der Organisation eng mit ihrem Auftrag bürgerlichen Engagements verbunden.