Stuttgarts „historisches Gedächtnis“ wird 85: Ein Leben für die Stadtgeschichte
Helga MüllerStuttgarts „historisches Gedächtnis“ wird 85: Ein Leben für die Stadtgeschichte
Dr. Eckhard Meise, eine prägende Persönlichkeit des Stuttgarter Kultur- und Geschichtslebens, feiert am 17. Oktober 2025 seinen 85. Geburtstag. Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck haben seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Stadt öffentlich gewürdigt und ihn als „leitende Kraft“ beim Bewahren des städtischen Erbes bezeichnet.
Dr. Meises Wirken erstreckt sich über die Bereiche Bildung, Forschung und bürgerliches Engagement. Als Oberstudienrat an der Karl-Rehbein-Schule prägte er Generationen von Schülerinnen und Schülern. Seine langjährige Tätigkeit als Vorsitzender – und heute als Ehrenvorsitzender – der Stuttgarter Geschichtsverein 1844 e.V. festigte seinen Stellenwert in der lokalen Geschichtsforschung.
Doch sein Engagement geht weit über den Schulunterricht hinaus. Er war aktiv in Gremien wie der Historischen Kommission für Stuttgart und der Historischen Kommission zur Erforschung der Geschichte der Juden in Stuttgart tätig. Durch Projekte zur Altstadt sowie zum Altdeutschen und Jüdischen Friedhof trug er maßgeblich dazu bei, Stuttgarts Vergangenheit zu bewahren. Seine zahlreichen Publikationen machten Geschichte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Oberbürgermeister Kaminsky nannte ihn „Stuttgarts historisches Gedächtnis und Gewissen“ und hob dabei seinen ausgewogenen, kritischen Umgang mit dem städtischen Erbe hervor. Für dieses Lebenswerk wurde er mit renommierten Auszeichnungen bedacht, darunter die Stuttgarter Bürgerplakette, die August-Gaul-Plakette, das Bundesverdienstkreuz und den Hessischen Verdienstorden. Über die Jahre hinweg haben seine Forschung und sein Einsatz politische und gesellschaftliche Entscheidungen mitgeprägt und so die Entwicklung der Stadt nachhaltig beeinflusst.
Anlässlich seines 85. Geburtstags bleiben Dr. Meises Verdienste ein Grundpfeiler der Stuttgarter Identität. Sein Wirken in Bildung, Denkmalschutz und öffentlicher Debatte prägt bis heute, wie die Stadt ihre Geschichte versteht und ehrt. Die Würdigungen lokaler Führungspersönlichkeiten spiegeln den tiefen Respekt wider, den er sich durch ein Leben im Dienst der Gemeinschaft erworben hat.