30 June 2026, 20:47

Stromnetz am Limit: Wie erneuerbare Energien die Infrastruktur überlasten

Die Stromnetze im Süden Badens sind am Limit: Ausbau wird zur Schlüsselfrage

Stromnetz am Limit: Wie erneuerbare Energien die Infrastruktur überlasten

Vertreter von Netzbetreibern, Kommunalbehörden und Gemeinden trafen sich in Emmendingen, um die Herausforderungen beim Ausbau der Stromnetze zu erörtern. Bei dem Treffen wurde deutlich, wie stark das Netz durch die steigende Nachfrage und den Ausbau erneuerbarer Energien belastet wird.

Der Regionalverband Südlicher Oberrhein hatte die Veranstaltung organisiert, an der auch die großen regionalen Netzbetreiber teilnahmen. Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Verbands, betonte die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung zwischen Stromerzeugung, Netzkapazität, Speicherung und Verbrauch.

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Die Teilnehmer diskutierten über den raschen Zubau von Wind- und Solarenergieanlagen, die zusätzliche Netzkapazitäten erfordern. Einige neue Anlagen können aufgrund begrenzter Infrastruktur nicht rechtzeitig angeschlossen werden, und Unternehmen drohen den Zugang zu dringend benötigten Netzanschlüssen zu verlieren.

Der Regionalrat Freiburg kündigte an, Genehmigungsverfahren für neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen. Ein weiteres zentrales Thema war der Ausbau großer Batteriespeicher, die nach Angaben der Betreiber zusätzliche Anforderungen an das System stellen. Viele Städte und Gemeinden erhalten bereits Anfragen zu Speicherprojekten.

Das Stromnetz kommt mit dem Wachstum der erneuerbaren Energien und dem höheren Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Verbraucher kaum noch mit. Schnellere Koordination und der Ausbau der Infrastruktur sind nun dringend erforderlich, um weitere Engpässe zu vermeiden.

Quelle