Streit um Amprions „Rhein-Main-Link“: Stromtrasse spaltet Kommunen in Hessen
Brunhilde JesselStreit um Amprions „Rhein-Main-Link“: Stromtrasse spaltet Kommunen in Hessen
Datenschutz-Einstellungen
Netzbetreiber Amprion plant neue Gleichstromtrasse von Niedersachsen durch die Rhein-Main-Region
27. Mai 2024
Schlagwörter: Wirtschaft, Energie, Finanzen, Allgemeine Nachrichten
Der Energieversorger Amprion plant den Bau einer neuen großen Stromtrasse mit dem Namen „Rhein-Main-Link“. Die Leitung soll Windenergie aus Norddeutschland über Niedersachsen in die Rhein-Main-Region transportieren. Doch in der Region regt sich Widerstand: Kommunen im Kreis Groß-Gerau und in Rüsselsheim am Main kritisieren die geplante Trassenführung und deren Auswirkungen auf die Umwelt.
Die geplante „Rhein-Main-Link“-Trasse soll durch den Kreis Groß-Gerau verlaufen und dabei Rüsselsheim am Main, Bischofsheim sowie Dornheim queren. In Dornheim ist im Rahmen des Projekts zudem ein Ausbau der Bundesstraße B 44 vorgesehen, der den lokalen Verkehr um 60 bis 70 Prozent reduzieren soll. Während einige Städte wie Groß-Gerau die Strecke wegen der Entlastung des Verkehrs befürworten, lehnen andere sie ab.
Gegen den „Rhein-Main-Link“ formiert sich Widerstand aus zentralen Kommunen, die mehr Transparenz und die Prüfung alternativer Routen fordern. Da der Baubeginn in den kommenden Jahren ansteht, dreht sich die Debatte darum, wie der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland mit dem Schutz lokaler Ökosysteme und landwirtschaftlicher Flächen in Einklang gebracht werden kann.