21 December 2025, 12:51

Statistik: Ein Drittel der Internetnutzer trifft auf Hassrede

Ein weißes Plakat mit dem Wort "HATE" in Schwarz, mittig in einem Herz

Statistik: Ein Drittel der Internetnutzer trifft auf Hassrede - Statistik: Ein Drittel der Internetnutzer trifft auf Hassrede

Statistik: Jeder Dritte Internetnutzer mit Hassrede konfrontiert

Statistik: Jeder Dritte Internetnutzer mit Hassrede konfrontiert

Statistik: Jeder Dritte Internetnutzer mit Hassrede konfrontiert

  1. November 2025, 08:44 Uhr

Eine aktuelle Umfrage zeigt einen Anstieg von Hassrede im deutschen Internet. Im ersten Quartal 2025 gaben 34 Prozent der Internetnutzer an, mit beleidigenden oder hetzerischen Inhalten konfrontiert worden zu sein. Hochgerechnet entspricht dies etwa 19,6 Millionen Menschen im Alter zwischen 16 und 74 Jahren.

Die Erhebung wurde vom Statistischen Bundesamt (Destatis) durchgeführt. Demnach tritt Hassrede besonders häufig in Diskussionen über politische oder gesellschaftliche Themen auf – 85 Prozent der Fälle bezogen sich auf solche Debatten. Am häufigsten richteten sich die Angriffe gegen die ethnische Herkunft oder waren rassistisch motiviert (62 Prozent der Betroffenen).

39 Prozent der Nutzer berichteten von Hassrede aufgrund des Geschlechts, während 53 Prozent Beleidigungen wegen der sexuellen Orientierung erlebten. Religion oder Weltanschauung lösten bei 52 Prozent der Befragten hetzerische Inhalte aus. Zudem war jeder Vierte (25 Prozent) mit Hassrede konfrontiert, die sich gegen Menschen mit Behinderung richtete.

Das Problem hat sich im Laufe der Zeit verschärft: 2023 hatten erst 28 Prozent der Nutzer Hassrede im Netz wahrgenommen – 2025 waren es bereits 34 Prozent. Die gleiche Studie identifizierte zudem Falschinformationen als großes Problem: 54 Prozent der Internetnutzer stießen auf irreführende Online-Inhalte.

Die Ergebnisse belegen eine deutliche Zunahme digitaler Feindseligkeit, insbesondere in Zusammenhang mit Identität und Überzeugung. Angesichts der Millionen von Betroffenen zeigt die Datenerhebung, wie weit verbreitet das Phänomen mittlerweile ist – und welche wachsende Herausforderung es für digitale Plattformen und die Politik darstellt. Die Zahlen liefern handfeste Belege für die Dimension des Problems.