Staatsschutz ermittelt nach Anschlag auf AfD-Wahlkampfauto in Frankfurt
Brunhilde JesselStaatsschutz ermittelt nach Anschlag auf AfD-Wahlkampfauto in Frankfurt
Anschlag auf AfD-Wahlkampfauto in Frankfurt löst Ermittlungen des Staatsschutzes aus
Ein Angriff auf ein geparktes Auto von Wahlkampfhelfern der Alternative für Deutschland (AfD) in Frankfurt hat eine Untersuchung der Staatsschutzbehörden ausgelöst. Bei dem Vorfall in den frühen Morgenstunden des 1. Februar wurde mit einem großen Stein die Heckscheibe des Fahrzeugs eingeschlagen. Die Polizei prüft nun, ob politische Motive eine Rolle spielten.
Laut AfD war das beschädigte Auto mit Wahlplakaten beladen, doch es wurde nichts gestohlen. Willy Klinger, Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Frankfurt, bestätigte den Angriff und verurteilte die zunehmende Gewalt in politischen Auseinandersetzungen. Er warnte, dass einige Gegner Aggression mittlerweile als akzeptablen Teil der politischen Debatte ansähen.
Die voraussichtlichen Reparaturkosten für die zerbrochene Scheibe und die Arbeitsleistung belaufen sich auf etwa 600 Euro. Bisher wurden keine Tatverdächtigen ermittelt, der Fall wurde an die Staatsschutzeinheit übergeben.
Der Vorfall reiht sich in eine Reihe von Angriffen auf Politiker in Deutschland ein. Allein im ersten Halbjahr 2025 registrierte die Polizei 2.210 Straftaten gegen Mitglieder von Bundestagsparteien. Die AfD war dabei am häufigsten betroffen, detaillierte Aufschlüsselungen für andere Parteien liegen jedoch nicht vor.
Die Ermittlungen zum Frankfurter Anschlag dauern an, wobei die Behörden mögliche politische Beweggründe prüfen. Die AfD wiederholte ihre Besorgnis über die eskalierende Gewalt gegen ihre Mitglieder. Gleichzeitig bleibt das übergreifende Muster von Angriffen auf Politiker weiterhin Gegenstand der Beobachtung durch die Strafverfolgungsbehörden.