14 March 2026, 12:25

SMA Solar schreibt rote Zahlen – und senkt Prognose für 2025 drastisch

Ein Plakat mit einem Haus mit Solarpanelen auf dem Dach, Text, der besagt "Rooftop Solar - Steuergutschriften sind jetzt verfügbar, um bis zu 30% der Kosten für die Rooftop-Solar-Installation zu decken", und ein Logo.

SMA Solar schreibt rote Zahlen – und senkt Prognose für 2025 drastisch

SMA Solar Technology AG senkt Umsatz- und Gewinnprognose für 2025

Die SMA Solar Technology AG hat ihre Umsatz- und Gewinnziele für das Jahr 2025 deutlich nach unten korrigiert. Statt eines Gewinns erwartet das Unternehmen nun einen Verlust – begründet mit einer schwächeren Nachfrage und sinkenden Preisen auf dem Solarmarkt. Um die finanziellen Herausforderungen zu bewältigen, kündigte der Konzern weitere Umstrukturierungs- und Sparmaßnahmen an.

Ursprünglich hatte der Solartechnik-Hersteller für dieses Jahr Umsätze in Höhe von 1,5 bis 1,65 Milliarden Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von 70 bis 110 Millionen Euro prognostiziert. Nach Auswertung der Halbjahreszahlen passte das Unternehmen diese Ziele jedoch nach unten an. Nun rechnet SMA mit Umsätzen von nur noch 1,45 bis 1,5 Milliarden Euro und einem negativen EBITDA zwischen 30 und 80 Millionen Euro.

Auslöser für die Verschlechterung ist vor allem der deutliche Rückgang im Geschäftsbereich Home & Business Solutions im dritten Quartal. Zwar stieg die globale Nachfrage nach privaten und gewerblichen Photovoltaik-Anlagen zwischen 2024 und 2026 stark an, doch die gestiegene Produktion – insbesondere durch chinesische Hersteller – trieb die Preise allein 2026 um 4,25 Prozent nach unten. Die Markttendenzen zeigen ein uneinheitliches Bild: Während asiatische Länder ein Wachstum von 96 Prozent verzeichneten und China um 79 Prozent zulegte, gingen die Umsätze in den USA um 7 Prozent und in der EU um 2 Prozent zurück.

Um diesen Druck zu begegnen, wird der Vorstand die Umstrukturierung ausweiten und sich dabei auf den Bereich private und gewerbliche Anlagen konzentrieren. Ziel ist es, die Kosten bis Ende 2027 um mehr als 100 Millionen Euro zu senken. Dazu gehören Anpassungen im Produktportfolio, eine Verringerung der eigenen Produktionstiefe sowie eine stärkere Nutzung internationaler Standorte. Zudem ist eine effizientere Service-Strategie geplant.

Die Maßnahmen werden jedoch mit hohen Kosten verbunden sein. Das Unternehmen rechnet mit einmaligen Belastungen von 170 bis 220 Millionen Euro, die unter anderem Wertberichtigungen von Lagerbeständen, beschleunigte Abschreibungen von Entwicklungsprojekten und Sachanlagen umfassen.

Die angepasste Prognose spiegelt ein schwierigeres Marktumfeld für SMA Solar wider. Mit den laufenden Restrukturierungsmaßnahmen strebt das Unternehmen an, seine finanzielle Lage bis 2027 zu stabilisieren. Im Fokus stehen weiterhin Kostensenkungen und die Anpassung an die sich wandelnde globale Nachfrage im Solarsektor.

Quelle