Satirisches Gedicht im Auswärtigen Amt löst Debatte über Baerbock und Habeck aus
Carina Krause"Bild": Aufruhr im Ministerium wegen internem Spottgedicht - Satirisches Gedicht im Auswärtigen Amt löst Debatte über Baerbock und Habeck aus
Ein spöttisches Gedicht, das zwei ehemalige deutsche Politiker auf die Schippe nimmt, hat im Auswärtigen Amt eine Debatte ausgelöst. Das unter dem Titel 'Dreh die Heizung ab, zieh einen Pulli an' veröffentlichte Werk zielt auf Annalena Baerbock und Robert Habeck ab, ohne sie direkt zu nennen. Stattdessen werden sie als 'Ken & Barbie' bezeichnet und ihre Amtszeit in der Ampelkoalition scharf kritisiert.
Das Gedicht erschien in 'InternAA', der internen Mitarbeiterzeitschrift des Ministeriums. Beamte betonten im Nachhinein, dass die Publikation unabhängig von staatlicher Aufsicht agiert.
Verfasst wurde der Text von Siegfried Geilhausen, einem Vizekonsul in Temeswar, Rumänien. Unter dem Pseudonym 'SIGGIG' reichte er das Gedicht bei 'InternAA' ein, wo es für die Beschäftigten des Auswärtigen Amts veröffentlicht wurde.
Prägende Zeilen lauten etwa: 'Die Welt, feministisch designed, soll gerettet werden - doch nicht alle lachten dazu' und 'Glatte Reden, ohne Können, verloren die Menschen aus den Augen'. Der Ton des Gedichts spiegelt die breitere Kritik an Baerbocks und Habecks Politik wider, die sie als Außenministerin bzw. Vizekanzler vertraten. Beide Politiker verließen ihre Ämter im September. Baerbock übernahm das Amt der Präsidenten der UN-Generalversammlung, während Habeck aus der Regierung und dem Bundestagsmandat ausschied. Mittlerweile arbeitet er an einem Forschungsinstitut in Dänemark.
Das Auswärtige Amt verwies darauf, dass 'InternAA' eine interne Publikation mit eigener Redaktion sei. Diese Unabhängigkeit ermöglichte es, so die Begründung, eine Vielfalt an Mitarbeiterstimmen - auch satirische - zu Wort kommen zu lassen.
Trotz der Kontroverse bleibt das Gedicht Teil des veröffentlichten Inhalts von 'InternAA'. Baerbock und Habeck haben sich bisher nicht öffentlich dazu geäußert. Ihre politischen Karrieren haben sich mittlerweile von der deutschen Regierung wegbewegt: Beide sind nun in internationalen und akademischen Funktionen tätig.