08 June 2026, 14:25

Satelliten sollen deutsche Funklücken bis 2029 schließen – wie Telekom-Riesen vorgehen

Smartphone-Empfang via Satellit: Deutsche Anbieter wollen Totzonen auf unterschiedliche Weise füllen

Satelliten sollen deutsche Funklücken bis 2029 schließen – wie Telekom-Riesen vorgehen

Deutsche Telekommunikationsanbieter setzen auf Satelliten, um Funklücken zu schließen

Deutsche Telekommunikationsunternehmen greifen zunehmend auf Satellitentechnologie zurück, um Lücken in der Mobilfunkabdeckung zu schließen. Neue Partnerschaften sollen zuverlässige Signale in abgelegene Gebiete bringen und die Notfallkommunikation stärken. Unternehmen wie OQ Technology, Vodafone und O2 treiben die Entwicklung mit ehrgeizigen Plänen für satellitengestützte Netze voran.

Das europäische Satellitenunternehmen OQ Technology baut sein Netzwerk aus, um die mobile Konnektivität zu verbessern. Aktuell betreibt das Unternehmen fünf Satelliten und wird in diesem Jahr drei weitere ins All bringen. Bis Ende 2027 sollen 48 Satelliten im Orbit sein, die alle 30 Minuten aktualisierte Abdeckung bieten.

Das langfristige Ziel ist noch ambitionierter: Bis 2028 oder 2029 plant OQ, 150 Satelliten für eine durchgehende, hochgeschwindigkeitsfähige Abdeckung einzusetzen. Damit ließen sich datenintensive Anwendungen unterstützen und Funklöcher vollständig beseitigen. Das Unternehmen betont zudem seine Unabhängigkeit von US-Regulierungen und setzt stattdessen auf europäische Unterstützung.

Unterdessen gehen deutsche Telekommunikationsanbieter strategische Partnerschaften ein. O2 Telefónica arbeitet mit OQ Technology zusammen, um ab Anfang 2027 in Mecklenburg-Vorpommern Satellitenkonnektivität zu testen. Ihr Fokus liegt auf offenen Standards, die es bestehenden Smartphones ermöglichen, direkt mit Satelliten zu kommunizieren.

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Auch Vodafone erkundet satellitengestützte Lösungen im Rahmen eines Joint Ventures mit AST SpaceMobile. Das Projekt zielt darauf ab, Mobilfunkabdeckung aus dem Orbit bereitzustellen, allerdings steht ein Starttermin noch nicht fest. Die Deutsche Telekom hingegen kooperiert mit Starlink, um ab 2028 den Empfang in abgelegenen Regionen zu verbessern.

Im Visier dieser Initiativen stehen vor allem Gebiete, in denen herkömmliche Netze an ihre Grenzen stoßen. Satellitenverbindungen könnten zudem als Notfall-Backup bei Katastrophen dienen und so die Kommunikation auch dann aufrechterhalten, wenn die Bodeninfrastruktur ausfällt.

Satellitengestützte Mobilfunknetze gewinnen in Deutschland an Fahrt Mehrere Anbieter investieren in weltraumgestützte Lösungen, wodurch die Versorgung in ländlichen und schwer zugänglichen Regionen deutlich verbessert werden soll. Erste Tests und Starts sind in den kommenden Jahren geplant, die vollständige Umsetzung wird bis zum Ende des Jahrzehnts erwartet.

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