10 December 2025, 17:19

Rüsselsheim kämpft mit Millionenlast für das defizitäre Kreiskrankenhaus Groß-Gerau

Ein Krankenhausgebäude mit mehreren Fahrzeugen, Bäumen und einem Zaun davor.

Rüsselsheim kämpft mit Millionenlast für das defizitäre Kreiskrankenhaus Groß-Gerau

Datenschutzeinstellungen

Stellungnahme von Patrick Burghardt, Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim am Main, zur Finanzierung des Kreiskrankenhauses Groß-Gerau

3. April 2025

Schlagwörter: Finanzen, Wirtschaft, Politik

Rüsselsheim am Main steht aufgrund seiner jährlichen Zahlungen an das Kreiskrankenhaus Groß-Gerau unter erheblichem finanziellen Druck. Die bereits am Rande der Insolvenz stehende Stadt überweist jährlich über eine Million Euro, um die Verluste des Krankenhauses auszugleichen. Nun stellen lokale Verantwortliche infrage, ob diese Belastung weiterhin tragbar ist.

Das Kreiskrankenhaus Groß-Gerau verzeichnet seit Jahren ein jährliches Defizit von fünf bis sechs Millionen Euro. Zwar liegt die Hauptverantwortung für die Finanzierung bei der Kreisverwaltung Groß-Gerau und den örtlichen politischen Gremien, doch wurden auch benachbarte Kommunen wie Rüsselsheim am Main in die Pflicht genommen. Kürzlich erhöhte der Kreistag den Kreisumlage-Satz, was die finanzielle Last auf die ohnehin schon klamm Haushalte der Städte weiter verschärft.

Die rechtlichen und politischen Debatten über die Zukunft des Krankenhauses werden voraussichtlich an Schärfe gewinnen. Rüsselsheims Oberbürgermeister hat deutlich gemacht, dass für ihn der Schutz der städtischen Finanzstabilität im Vordergrund steht – ohne dabei die grundlegende medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu gefährden. Die weitere Entwicklung hängt nun von den Entscheidungen der Groß-Gerauer Kreisverwaltung und der Zusammenarbeit der lokalen politischen Kräfte ab.