09 June 2026, 22:27

Rheinfelden 20plus: Vertiefung des Rheins sorgt für Diskussionen über Strom und Umwelt

Rheinfelden 20plus: Ab dem 1. Juli werden Einwände und Umweltfragen in Grenzach-Wyhlen diskutiert

Rheinfelden 20plus: Vertiefung des Rheins sorgt für Diskussionen über Strom und Umwelt

Im kommenden Sommer sollen in öffentlichen Anhörungen die Pläne für ein großes Projekt zur Vertiefung des Rheins in der Nähe des Wasserkraftwerks Rheinfelden diskutiert werden. Das unter dem Namen Rheinfelden 20plus bekannte Vorhaben zielt darauf ab, die Stromerzeugung zu steigern, indem große Mengen Gestein aus dem Flussbett entfernt werden. Lokale Behörden, Unternehmen und Anwohner erhalten dabei die Möglichkeit, Bedenken zu äußern und die Umweltauswirkungen des Vorhabens zu prüfen.

Federführend bei der Initiative ist die naturenergie hochrhein AG, die Abschnitte des Rheins oberhalb und unterhalb des Rheinfelder Stauwehrs vertiefen möchte. Falls die Pläne genehmigt werden, würden die Arbeiten voraussichtlich etwa zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen. An den beiden vorgesehenen Stellen sollen jeweils rund 35.000 Kubikmeter Gestein abgebaut werden.

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Um die Baumaßnahmen zu koordinieren, werden auf der deutschen Rheinseite zwei temporäre Anlegestellen errichtet. Von dort aus soll das abgetragene Material während der Bauphase mit Lkw abtransportiert werden. In den Anhörungen wird auch über mögliche Umweltrisiken – insbesondere für den Oberrhein – sowie über vorgeschlagene Ausgleichsmaßnahmen für die Beeinträchtigung der Wasserwege beraten.

Die öffentlichen Termine sind für Mittwoch, den 1. Juli 2026, und Donnerstag, den 2. Juli 2026, im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen angesetzt, Beginn ist jeweils um 10 Uhr. Teilnehmen werden Vertreter der umliegenden Gemeinden, Unternehmen sowie Privatpersonen, die Einwände oder Stellungnahmen eingereicht haben. Ob die Öffentlichkeit Zugang erhält, hängt von der Zustimmung der direkt beteiligten Parteien ab.

Die Ergebnisse dieser Anhörungen werden die Zukunft des Projekts Rheinfelden 20plus maßgeblich prägen. Die getroffenen Entscheidungen könnten sich auf die Stromproduktion, die Ökosysteme des Flusses und die lokale Infrastruktur auswirken. Das endgültige Urteil wird darüber entscheiden, ob die Ausbaggerungsarbeiten wie geplant durchgeführt werden.

Quelle