Rhein-Main-Derby: Rieras taktischer Wandel bei Eintracht Frankfurt auf dem Prüfstand
Brunhilde JesselRhein-Main-Derby: Rieras taktischer Wandel bei Eintracht Frankfurt auf dem Prüfstand
Eintracht Frankfurt trifft am Sonntag um 15:30 Uhr im Rhein-Main-Derby auf den 1. FSV Mainz 05. Unter dem neuen Cheftrainer Albert Riera durchläuft die Mannschaft derzeit einen taktischen Wandel, der auf mehr Risikobereitschaft und offensiven Spielwitz setzt.
Seit Riera den Posten von seinem Vorgänger übernommen hat, hat er dem Team Stabilität und defensive Ordnung verliehen. Seine Spielphilosophie verbindet strukturiertes Positionsspiel mit individueller Freiheit – ein deutlicher Bruch mit früheren Ansätzen. Diese Ausgewogenheit hat zu drei aufeinanderfolgenden Bundesliga-Spielen ohne Gegentor geführt.
Fares Chaïbi, der Schlüsselfigur im offensiven Mittelfeld, kommt unter Riera besonders zugute. Der Trainer setzt ihn häufig in seiner bevorzugten Rolle als "Zehn", wo Chaïbi sich am effektivsten fühlt. Dennoch hat die offensive Durchschlagskraft der Frankfurter seit Rieras Amtsantritt nachgelassen.
Chaïbi räumt ein, dass die Kritik an mangelnder Kreativität im Spielaufbau berechtigt ist. Er betont, dass die Mannschaft mehr Risiko eingehen müsse, um im Angriff schärfer zu werden. Gleichzeitig möchte der Spieler selbst mehr Verantwortung übernehmen, um Chancen zu kreieren und das Team in den kommenden Partien voranzubringen.
Das Derby gegen Mainz wird zeigen, wie weit Rieras taktische Neuausrichtung und Chaïbis Einfluss auf die Offensive bereits gediehen sind. Während die Defensive bereits deutlich standfester agiert, steht nun die Frage im Raum, ob die Mannschaft Risiko und Ertrag in Einklang bringen kann. Eine überzeugende Offensive könnte die Weichen für den Rest der Saison stellen.






