27 March 2026, 10:26

Revolutionäre Klimarisiko-Bewertung für Finanzportfolios vorgestellt

Plakat mit Text und Logo, das "Wir Reduzieren Die Treibhausgasemissionen Um Etwa Eine Gigatonne Bis 2030" verkündet und für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 wirbt.

Revolutionäre Klimarisiko-Bewertung für Finanzportfolios vorgestellt

Neue Methode zur Bewertung von Klimarisiken in Finanzportfolios vorgestellt

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Eine innovative Methodik zur Bewertung von Klimarisiken in Finanzportfolios wurde von Prof. Dr. Martin Simon und seinem Forschungsteam entwickelt. Der Ansatz basiert auf dem X-Degree Compatibility (XDC)-Modell und zielt darauf ab, Finanzinvestitionen mit den globalen Temperaturzielen in Einklang zu bringen. Präsentiert wurde die Methode Anfang 2026 bei einer hochkarätigen Veranstaltung der Banque de France und der École Polytechnique.

Die Methodik entstand im Rahmen von Prof. Dr. Martin Simons Innovationsprofessur an der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS). Als Gründungsmitglied des Sustainable Finance Research Lab (SuFiRe Lab) und des Kompetenzzentrums für Angewandte Künstliche Intelligenz (ZAKI) leitete er die Forschung im Projekt ReMeDI. Gefördert wurde die Arbeit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem hessischen LOEWE-Forschungsprogramm.

Kern des neuen Systems ist das XDC-Modell, das vom Unternehmen right° entwickelt wurde. Es quantifiziert Unsicherheiten, um präzisere und transparente Klimarisikobewertungen zu ermöglichen. Während die meisten Finanzinstitute noch keine temperaturbasierten Modelle nutzen, hat die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) den XDC-Ansatz bereits in einem Pilotprojekt erprobt.

Prof. Simon wurde eingeladen, die Ergebnisse auf der Veranstaltung der Banque de France zum Thema "Klimafinanzierung, Risiko- und Unsicherheitsmodellierung" zu präsentieren. Die Methodik konzentriert sich darauf, wie Finanzierungen und Investitionen den Klimawandel beeinflussen – unter Berücksichtigung der damit verbundenen Unsicherheiten.

Die Forschung bietet Finanzinstituten und Investoren einen Rahmen, um die Klimaverträglichkeit ihrer Portfolios genauer zu bewerten. Der EBA-Pilot deutet auf ein mögliches breiteres Anwendungspotenzial hin, auch wenn bis Anfang 2026 nur wenige Zentralbanken oder Finanzinstitute ähnliche Initiativen gestartet haben. Der Fokus des Modells auf Transparenz und Präzision könnte künftige Strategien zur Bewältigung von Klimarisiken in der Finanzbranche prägen.

Quelle