Reul greift Fußballvereine an: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultragewalt
Klaas LübsReul greift Fußballvereine an: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultragewalt
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul kritisiert Fußballvereine wegen zögerlicher Reaktion auf Stadionrowdys. Er wirft den Clubs vor, dass die aktuellen Maßnahmen keine schnelle Ahndung von Straftaten in den streng überwachten Arenen gewährleisten.
Reul betonte, dass Vereine oft zu lange zögerten, gegen Gewalttäter vorzugehen. Als Grund vermutet er die Angst vor Reaktionen der eigenen Ultragruppen. Es sei inakzeptabel, dass Vorfälle in gut überwachten Stadien monatelang ungesühnt blieben, so der Minister.
Er unterstrich, dass die Sicherheit in Stadien eine staatliche Aufgabe sei, und lehnte es ab, die Kosten für Polizeieinsätze auf die Vereine abzuwälzen. Stattdessen schlägt Reul vor, Clubs bei übermäßiger Verzögerung mit Strafen zu belegen – notfalls durch neue Gesetze.
Ziel seiner Vorschläge ist es, die Bearbeitung von Straftaten zu beschleunigen. Reul stellt klar, dass öffentliche Sicherheit nicht an finanziellen Erwägungen scheitern dürfe. Seine Äußerungen unterstreichen die Notwendigkeit klarer Verantwortlichkeiten in der Stadionabsicherung.
