Rattelschneck gewinnt Göttinger Elch-Preis für scharfsinnige Satire
Helga MüllerGöttinger Moose an Cartoonist-Duo Rattelschneck verliehen - Rattelschneck gewinnt Göttinger Elch-Preis für scharfsinnige Satire
Das Illustratorenduo Rattelschneck hat in diesem Jahr den Göttinger Elch-Preis gewonnen. Die Auszeichnung würdigt ihre scharfsinnigen und künstlerisch ausgefeilten Beiträge zur deutschen Satire. Marcus Weimer und Olav Westphalen, die das Duo bilden, erhalten den Preis am 22. März im Rahmen einer Feier, bei der auch eine Retrospektive ihres Schaffens gezeigt wird.
Seit den 1990er-Jahren ist Rattelschneck eine feste Größe in der Satire-Szene. Ihre Comics und Karikaturen erschienen in renommierten Publikationen wie Titanic, der Süddeutschen Zeitung und 11 Freunde. Das Duo ist für seine klugen, treffsicheren und visuell eindrucksvollen Erzählweisen bekannt.
Der Göttinger Elch-Preis, der erstmals 1997 verliehen wurde, ehrt herausragende Leistungen in den Bereichen Musik, Literatur und Gesellschaftskritik. Zu den früheren Preisträgern zählen Rainald Grebe, Maren Kroymann, Max Goldt, Robert Gernhardt sowie das Comedian-Duo Achim Greser und Heribert Lenz. Die Auszeichnung besteht aus einer Elch-Brosche, einem Preisgeld von 3.333,33 Euro und der Möglichkeit, eine eigene Veranstaltung auszurichten. Im Rahmen des Preises wird zudem eine Ausstellung mit Werken von Rattelschneck vom 22. März bis Mitte Mai im Göttinger Alten Rathaus zu sehen sein. Bei der Preisverleihung tritt außerdem Nala Tessloff auf und bereichert damit das Abendprogramm.
Der Preis unterstreicht den langjährigen Einfluss von Rattelschneck auf die deutsche Satirekultur. Ihre Werke bleiben bis Mitte Mai in Göttingen ausgestellt und bieten Besuchern die Gelegenheit, ihren unverwechselbaren Stil zu entdecken. Das Duo reiht sich damit in die illustre Liste früherer Preisträger ein, die für ihre Beiträge zur Satire und gesellschaftlichen Kommentierung ausgezeichnet wurden.