Rathenauplatz in Frankfurt: Historischer Charme trifft auf moderne Architekturpläne
Helga MüllerRathenauplatz in Frankfurt: Historischer Charme trifft auf moderne Architekturpläne
Frankfurts Rathenauplatz steht vor einem großen Wandel
Am Rathenauplatz in Frankfurt könnte sich bald ein tiefgreifender Umbau abzeichnen. Ein Architekturwettbewerb hat Entwürfe ausgewählt, die den veralteten Hugendubel-Gebäudekomplex modernisieren sollen – ohne dabei seinen historischen Charme zu zerstören. Ziel ist es, das Viertel in ein lebendiges, gemischt genutztes Quartier zu verwandeln.
Den Sieg errang das Architekturbüro cyrus.architekten mit Standorten in Bremen und Frankfurt. Ihr Entwurf sieht zwei Varianten vor: Entweder wird die bestehende Bausubstanz saniert oder ein Neubau errichtet, der zentrale historische Elemente bewahrt. Zum Areal gehört auch das denkmalgeschützte Hotel zum Schwan, das im Rahmen des Projekts wiederbelebt werden könnte.
Laut Sanierungsplan würden zwei Stockwerke des heutigen Gebäudes abgerissen und durch vier neue, leichte Geschosse in Holzrahmenbauweise ersetzt. Diese Lösung würde die Dichte erhöhen, ohne den ursprünglichen Charakter des Bauwerks zu beeinträchtigen. Der Entwurf umfasst zudem begrünte Dächer, Innenhöfe sowie Flächen für Wohnen und Gewerbe.
Doch die Zukunft des Projekts bleibt ungewiss. Die Umsetzung hängt von der Einigung der drei Eigentümer ab: zwei Familienstiftungen und ein Immobilieninvestor, der mit der Signa Group verbunden ist. Zudem müssen rechtliche und behördliche Hürden überwunden werden, bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann. Selbst bei einer Genehmigung ist ein Baubeginn in den nächsten Jahren unwahrscheinlich.
Die Pläne für den Rathenauplatz spiegeln einen bundesweiten Trend wider: In deutschen Städten beleben Nachverdichtungsprojekte brachliegende innerstädtische Flächen. Gelingt das Vorhaben, könnte es Frankfurts Innenstadt mit einer Mischung aus Moderne und Historie bereichern.
Die preisgekrönten Entwürfe verbinden Alt und Neu am Rathenauplatz. Die nächsten Schritte hängen nun von den Verhandlungen der Eigentümer und den behördlichen Genehmigungen ab. Bis dahin bleibt die Umgestaltung des Platzes in der Planungsphase.