07 June 2026, 12:20

Radio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politische Kürzungen und Finanznot

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Radio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politische Kürzungen und Finanznot

Radio CORAX, ein unabhängiger Sender in Halle (Saale), geht seit dem Jahr 2000 auf Sendung. Bekannt für sein vielfältiges Programm, bietet der Sender alles von Kindersendungen bis hin zu Formaten von queeren Communities und Geflüchteten. Doch nun steht seine Zukunft auf dem Spiel, denn der politische Druck wegen drohender Kürzungen der Fördergelder wächst.

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Der Sender finanziert sich aus einer Mischung von Landes- und Kommunalmitteln und erhält jährlich rund 200.000 Euro von der Medienanstalt Sachsen-Anhalt. Zusätzliche Zuschüsse und Spenden sichern den Betrieb, doch die finanzielle Unsicherheit bleibt. Kürzlich forderte die rechtspopulistische AfD, die Mittel zu streichen, und kritisierte das Programm des Senders.

Mit etwa 400 Mitgliedern produziert CORAX rund 175 verschiedene Formate – die meisten davon ehrenamtlich. Sendungen wie Tipkin oder das Magazin Serendipity spiegeln die bandbreite des Programms wider, das sich täglich ändert. Über das Radio hinaus veranstaltet der Sender Filmabende, öffentliche Diskussionen und Workshops in seinen Studios.

Neue Mitwirkende können einfach mit eigenen Ideen in die Redaktionssitzungen kommen. Nach einem kurzen Workshop dürfen sie ihre eigenen Sendungen gestalten. Dieser offene Ansatz hat einen gemeinschaftsgetriebenen Sender geschaffen, doch die Abhängigkeit von Spenden und Fördergeldern macht seine Zukunft ungewiss.

CORAX bleibt eine wichtige Plattform für alternative Stimmen in Sachsen-Anhalt – von Kinderfunke bis zu marginalisierten Gruppen. Angesichts politischer Gegenwehr und Finanzierungsrisiken hängt das Überleben des Senders jedoch von öffentlicher Unterstützung ab. Ob Spenden und Engagement die Lücken schließen können, die mögliche Kürzungen reißen, wird nun zur entscheidenden Frage.

Quelle