05 May 2026, 12:27

Proteste gegen rechtsextreme Kampfschule Gladiator Fight Academy in Halle

Eine Gruppe von Menschen hält Schilder und Plakate vor einem Gebäude während einer Demonstration in Deutschland, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite.

Proteste gegen rechtsextreme Kampfschule Gladiator Fight Academy in Halle

Am Samstag fand vor dem Hauptbahnhofs von Halle eine Protestkundgebung statt, die sich gegen ein örtliches Kampfsportstudio mit mutmaßlichen rechtsextremen Verbindungen richtete. Die Demonstrant:innen forderten die Schließung der Gladiator Fight Academy und warfen dem Studio vor, als Treffpunkt für extremistisches Netzwerken und die Anwerbung neuer Mitglieder zu dienen. Die Menge skandierte „Nazis raus aus unseren Kiezen“, während sie sich gegen den Betrieb der Einrichtung stellte.

Die Kundgebung wurde von der lokalen antifaschistischen Initiative Daumen runter organisiert. Im Fokus stand die Gladiator Fight Academy, ein Fitnessstudio, dem Verbindungen in die rechtsextreme Szene nachgesagt werden. Zu den Personen, die mit dem Studio in Verbindung gebracht werden, gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer von Jungsturm Erfurt, einer Gruppe mit nachgewiesenen extremistischen Bezügen.

Erst kürzlich richtete das Studio in Teutschenthal die Premiere seiner Gladiator Fight Series aus. Bei der Veranstaltung versammelten sich laut Berichten zahlreiche Teilnehmer:innen mit rechtsextremen Verbindungen, darunter Paul Backmund, Kandidat der AfD, Fabian Jank, AfD-Abgeordneter im Brandenburger Landtag, sowie Benedikt Weiß, ein weiterer AfD-Kandidat.

Mehrere Schlüsselfiguren des Studios stehen im Verdacht, in gewalttätiges und diskriminierendes Verhalten verwickelt zu sein. Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer, ist als Fan von Energie Cottbus bekannt und hat Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene. Christopher Henze, eine weitere mit dem Studio assoziierte Person, soll Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Gruppe 1. FC Lokomotive Leipzig unterhalten. Die Atmosphäre im Studio wird als offen für rechtsextreme, männlich dominierte Extremistenkreise beschrieben.

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Die Demonstration unterstreicht die anhaltenden Bedenken gegenüber der Gladiator Fight Academy und ihrer mutmaßlichen Rolle in rechtsextremen Aktivitäten. Die Protestierenden machten deutlich, dass sie die Schließung des Studios fordern – mit Verweis auf die berichteten Verbindungen zur extremistischen Szene. Die Veranstaltung lenkte zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Aktivitäten der Einrichtung und ihre Verflechtungen mit politischen und Hooligan-Netzwerken.

Quelle