14 June 2026, 06:16

Potsdams Toleranzfest feiert Vielfalt und warnt vor wachsendem Extremismus

Toleranzfest in Potsdam - Minister setzt auf Offenheit

Potsdams Toleranzfest feiert Vielfalt und warnt vor wachsendem Extremismus

Potsdams jährliches Toleranzfest hat die Gemeinschaft erneut zusammengebracht. Das Festival, das Vielfalt und Inklusion feiert, bot ein breites Programm von Sport über Livemusik bis hin zu kulturellen Aktivitäten. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle nutzte die Gelegenheit, um auf wachsende gesellschaftliche Spannungen und die Notwendigkeit hinzuweisen, Extremismus entschlossen entgegenzutreten.

Die Wurzeln des Festivals reichen bis ins Jahr 1685 zurück, als Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, auch bekannt als der Große Kurfürst, das Edikt von Potsdam erließ. Dieser historische Erlass ermöglichte französischen Hugenotten, sich in der Region anzusiedeln, und trug so zum Wiederaufbau nach dem Dreißigjährigen Krieg bei. Jahrhunderte später, im Jahr 2008, verabschiedete Potsdam das Neue Potsdamer Toleranzedikt und bekräftigte damit sein Bekenntnis zu Offenheit und gegenseitigem Respekt.

Das diesjährige Festival wurde vom Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt in Zusammenarbeit mit dem Fußballclub SV Babelsberg 03, der Oberlinhaus-Pflegeeinrichtung und dem Medizintechnik-Hersteller Christoph Miethke organisiert. Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel warb auf Instagram für die Veranstaltung und rief die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme auf. Später bedankte sie sich bei allen, die sich aktiv für Toleranz, Demokratie und eine Stadt einsetzen, in der sich jeder zugehörig fühlt.

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Bei der Eröffnung des Festivals sprach Schüle über den zunehmenden Druck auf die offene Gesellschaft. Sie verwies auf wachsende Ausgrenzung, extremistische Haltungen und rassistische Angriffe als Gründe, warum es gilt, Intoleranz entschlossen zu begegnen.

Das Toleranzfest in Potsdam bot mit Sport, Spielen, Musik und kulturellen Veranstaltungen eine Plattform für Zusammenhalt. Veranstalter und Verantwortliche betonten die Bedeutung, Extremismus zu widerstehen und demokratische Werte zu verteidigen. Die Veranstaltung unterstrich damit die lange Tradition der Stadt, Vielfalt willkommen zu heißen.

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