22 December 2025, 22:47

Potentieller Treibhauseffekt von fluorierten Treibhausgasen sinkt

Ein bewölkter Himmel mit einem Fabrikschacht, aus dem Rauch aufsteigt, und ein paar Bäumen und Pflanzen auf der rechten Seite.

Potentieller Treibhauseffekt von fluorierten Treibhausgasen sinkt

Treibhauseffekt fluorierter Klimagase geht zurück

Die mögliche klimaschädliche Wirkung fluorierter Treibhausgase, die 2024 in Deutschland eingesetzt wurden, ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent gesunken.

  1. Dezember 2025, 08:12 Uhr

Die Treibhausgasemissionen Deutschlands sind 2024 gesunken, wobei fluorierte Gase zwar einen kleinen, aber bemerkenswerten Anteil ausmachten. Insgesamt verringerten sich die nationalen Emissionen um 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig ging auch der Einsatz dieser hochwirksamen Industriegase zurück, auch wenn sie in bestimmten Branchen weiterhin eine wichtige Rolle spielten.

2024 stieß Deutschland Äquivalente von 649 Millionen Tonnen CO₂ aus – weniger als im Jahr zuvor. Fluorierte Gase trugen dabei 7,0 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente bei, was lediglich 1,4 % der Gesamtemissionen entspricht. Dennoch verringerte sich ihr gesamtes Treibhauspotenzial um 2,5 %.

Das am häufigsten verwendete fluorierte Gas war R 1234yf mit einem Verbrauch von 2.273 Tonnen. Seine Klimawirkung fiel jedoch gering aus und machte nur 0,03 % des gesamten potenziellen Effekts dieser Gase aus. Deutlich stärker wirkte sich R 134a aus, das für 28,6 % des Treibhauspotenzials verantwortlich war.

Mehrere Branchen reduzierten ihren Einsatz deutlich: Der Großhandel (ohne Kraftfahrzeuge) senkte die Emissionen dieser Gase um 45,8 % auf 0,4 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Die chemische Industrie verzeichnete sogar einen Rückgang um 53,2 % auf nur noch 0,1 Millionen Tonnen. Im Maschinenbau ging der Verbrauch um 17,0 % zurück und lag am Ende bei 1,2 Millionen Tonnen.

Zu den wichtigsten Lieferanten von R 1234yf zählten Chemours, das das Gas unter Marken wie Opteon und Forane herstellt, sowie Honeywell, das es als Solstice vermarktet. Auch Händler wie Bitzer, Refrigerant Boys und weitere Fachhändler spielten eine zentrale Rolle bei der Versorgung mit dem Kältemittel in Deutschland.

Der Rückgang beim Einsatz fluorierter Gase passt zum allgemeinen Emissionsrückgang Deutschlands im Jahr 2024. Obwohl diese Gase mittlerweile einen geringeren Anteil am Gesamtausstoß haben, zeigt ihre kontinuierliche Abnahme strengere Regulierungen und veränderte Industriepraktiken. Besonders in der chemischen Industrie und im Großhandel, wo der Verbrauch stark sank, werden Fortschritte deutlich.