POL-OF: Konferenz des Südosthessen-Polizeipräsidiums: Aufarbeitung der Jugoslawien-Kriege als Beitrag zur demokratischen Resilienz und bürgerorientierten Polizeiarbeit
POL-OF: Konferenz des Südosthessen-Polizeipräsidiums: Aufarbeitung der Jugoslawien-Kriege als Beitrag zur demokratischen Resilienz und bürgerorientierten Polizeiarbeit
POL-OF: Konferenz des Polizeipäsidiums Südosthessen: Aufarbeitung der Jugoslawienkriege als Beitrag zu demokratischer Resilienz und bürgerorientierter Polizeiarbeit
Südosthessen – Offenbach – (lei) Zum 30. Jahrestag der Unterzeichnung des ... ▶ Weiterlesen
- November 2025, 04:53 Uhr
Schlagwörter: Kriege-und-Konflikte, Politik, Allgemeine-Nachrichten
Am 21. November 2025 fand im Polizeipäsidium Südosthessen eine Fachkonferenz zu den Jugoslawienkriegen und ihren langfristigen Folgen statt. Im Mittelpunkt standen der Bosnienkrieg sowie der Völkermord von Srebrenica 1995 – und die Frage, wie historisches Bewusstsein die moderne Polizeiarbeit verbessern kann. Die Veranstalter betonten, wie wichtig es für Beamtinnen und Beamte ist, die vielfältigen Lebensgeschichten in ihren Communities zu verstehen.
Die Konferenz brachte Expertinnen und Experten zusammen, um die gesellschaftlichen Auswirkungen der Jugoslawienkriege zu diskutieren – eines der dunkelsten Kapitel der europäischen Nachkriegsgeschichte. Schlüsselveorträge hielten Dr. habil. Thorsten Gromes von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (PRIF) und Prof. Dr. Armina Omerika von der Goethe-Universität Frankfurt. Beide unterstrichen die Bedeutung demokratischer Werte und internationaler Zusammenarbeit für die heutigen Sicherheitsherausforderungen.
In einer abschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von der Kommunikationswissenschaftlerin Merima Dzaferovic, berichtete Advija Ibrahimović, Überlebende und Zeitzeugin von Srebrenica, von ihren Erfahrungen. Die Debatte machte deutlich, wie entscheidend Empathie und historisches Wissen für die Polizeiarbeit sind – besonders in Regionen wie Offenbach, wo viele Bürgerinnen und Bürger Wurzeln im ehemaligen Jugoslawien haben. Marco Weller, Leiter des Einsatzdienstes, erläuterte, dass das Verständnis vergangener Ereignisse helfe, Vertrauen aufzubauen und Konflikte zu deeskalieren. Ziel der Konferenz war es, die demokratische Bildungsarbeit zu stärken und die Zusammenarbeit mit vielfältigen Communities zu fördern.
Die Veranstaltung unterstrich, welche Rolle historisches Bewusstsein für eine wirksame Polizeiarbeit spielt. Die Beamtinnen und Beamten wurden ermutigt, die Lebensrealitäten von Bürgerinnen und Bürgern, die von den Jugoslawienkriegen betroffen sind, wahrzunehmen. Dieses Wissen gilt als unverzichtbar für eine kultursensible Rechtsdurchsetzung in zunehmend diversen Gesellschaften.
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