Österreichs Politiker erhalten 2025 erstmals seit Jahren eine Gehaltserhöhung
Carina KrauseÖsterreichs Politiker erhalten 2025 erstmals seit Jahren eine Gehaltserhöhung
Österreichische Bundespolitiker erhalten im Jahr 2025 eine Gehaltserhöhung von einem Prozent. Dies ist die erste Anpassung nach drei Jahren eingefrorener Bezüge für viele hochrangige Amtsträger. Die Erhöhung folgt auf wiederholte Lohnstopp-Phasen und unter der Inflationsrate liegende Anpassungen in den vergangenen Jahren.
Von der Gehaltsanpassung betroffen sind der Bundespräsident, der Bundeskanzler sowie der Vizekanzler. Zudem gilt sie für alle Mitglieder der Bundesregierung sowie für Abgeordnete des Nationalrats und des Bundesrats. Auch der Präsident des Rechnungshofs und die drei Mitglieder des Volksanwaltskollegiums erhalten eine gleich hohe Erhöhung.
Im Jahr 2024 hatten Abgeordnete lediglich eine Anpassung in Höhe der Hälfte der Inflationsrate erhalten. Die Gehälter der Regierungsmitglieder und des Bundespräsidenten waren seit 2021 unverändert geblieben. Durch die wiederholten Einfrierungen und geringfügigen Erhöhungen hat sich der reale Wert der Politikerbezüge im Laufe der Zeit verringert.
Die Österreichische Volkspartei (ÖVP), die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) und die NEOS haben sich darauf verständigt, einen Prozess zur Reform der Bezüge einzuleiten. Die Finanzierung von Parteien, Parlamentsklubs und Akademien bleibt jedoch für die nächsten zwei Jahre unverändert. Die einprozentige Erhöhung tritt im kommenden Jahr in Kraft. Sie betrifft Spitzenpolitiker in Regierung und Parlament. Die Mittel für politische Gruppen und damit verbundene Einrichtungen bleiben mindestens bis 2027 auf dem aktuellen Stand.
