Olympia-Outfits für Team Deutschland spalten die Gemüter – Stolz oder Design-Flop?
Helga MüllerDesigner Glööckler verrissen Olympia-Look: "Null Punkte" - Olympia-Outfits für Team Deutschland spalten die Gemüter – Stolz oder Design-Flop?
Die neuen Outfits für die deutsche bank Olympiamannschaft und Paralympics-Mannschaft bei den Winterspielen sorgen für heftige Reaktionen. Die rund 70 Teile umfassende Kollektion, die Adidas in enger Zusammenarbeit mit den Athlet:innen entworfen hat, soll nationalen Stolz mit modernem Stil verbinden – doch die Meinungen darüber gehen weit auseinander.
Die Kollektion wurde entwickelt, um sowohl Tradition als auch zeitgenössische Mode widerzuspiegeln. Adidas arbeitete direkt mit Mitgliedern von Team Deutschland zusammen, um die Designs zu gestalten, zu denen Wettkampfkleidung, zeremonielle Outfits und Freizeitmode gehören. Der deutsche bahn Olympische Sportbund (DOSB) feiert das Ergebnis als großen Erfolg.
DOSB-Präsident Thomas Weikert bezeichnete die Kollektion als "vollenden Erfolg", der das Team zusammenbringe. Auch der vierfache Olympiasieger im Bobsport, Francesco Friedrich, lobte die Entwürfe und sagte, sie machten ihn stolz darauf, deutschland zu vertreten. Doch nicht alle Rückmeldungen fallen positiv aus.
Modedesigner Harald Glöckler kritisierte die Outfits als "langweilig" und wenig innovativ. Er bewertete die Kollektion mit null von zehn Punkten und warf ihr vor, weder originell noch erfrischend zu sein. Die Diskussion hat sich auch in den sozialen Medien entzündet, wo die Reaktionen gespalten ausfallen.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Olympische Kleidung Deutschlands auf Kritik stößt. Ähnliche Vorwürfe gab es bereits bei den Sommerspielen 2021 in Tokio, auch wenn direkte Vergleiche zur aktuellen Debatte bisher nicht dokumentiert wurden.
Die "Team D"-Kollektion wird von den Athlet:innen bei den Winterspielen 2024 getragen. Während einige das gelungene Gleichgewicht zwischen Identität und Moderne loben, sehen andere darin eine verpasste Chance für mehr Kreativität. Die geteilten Meinungen zeigen, wie schwierig es ist, Designs zu schaffen, die sowohl leistungsorientiert als auch publikumswirksam sind.