11 June 2026, 04:18

Offenbach und Frankfurt wollen Cannabis-Legalisierung als Modellregion vorantreiben

Offenbach als Cannabis-Modellregion: CDU fürchtet Drogen-Tourismus und sorgt sich um Jugendschutz

Offenbach und Frankfurt wollen Cannabis-Legalisierung als Modellregion vorantreiben

Offenbach und Frankfurt drängen darauf, Modellregion für den legalen Verkauf von Cannabis zu Freizeitzwecken zu werden. Die Initiative wird von Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer und Offenbachs Oberbürgermeisterin Sabine Groß vorangetrieben. Der Vorstoß folgt auf Pläne der Bundesregierung, den Besitz der Droge in Deutschland zu entkriminalisieren.

Die beiden Städte beabsichtigen, ihren Einwohnern den legalen Kauf von Cannabis im Rahmen des geplanten bundesweiten Regelwerks zu ermöglichen. Befürworter argumentieren, dies könnte den Schwarzmarkt eindämmen und die Kriminalisierung von Konsumenten beenden. Kritiker warnen hingegen vor gesundheitlichen Risiken und einer möglichen leichteren Verfügbarkeit für Minderjährige.

Das Vorhaben stößt auf Widerstand aus verschiedenen Richtungen. Einige werfen den Initiatoren vor, den Drogenkonsum zu verharmlosen und Suchtverhalten zu fördern. Andere, darunter die CDU, halten es für sinnvoller, wenn sich Offenbach stattdessen auf andere städtebauliche Aufwertungsmaßnahmen konzentriere. Die Oberbürgermeisterin betont, ein Beschluss aus dem Jahr 2021 verpflichte die Stadt, das Projekt voranzutreiben – eine Aussage, die jedoch umstritten ist.

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Zudem gibt es rechtliche Unsicherheiten bezüglich der Legalisierungspläne der Bundesregierung. Befürchtet wird auch, dass die Region zu einem Anziehungspunkt für „Cannabis-Tourismus“ werden und damit drogenbezogene Aktivitäten anziehen könnte.

Die Unterstützung der Grünen für das Projekt hat Vorwürfe der Klientelpolitik ausgelöst. Trotz der Kontroversen bleiben die Städte ihrem Antrag treu. Der Ausgang des Vorhabens hängt nun von den Entscheidungen des Bundes und der öffentlichen Resonanz auf die Initiative ab.

Quelle