16 April 2026, 04:25

"Obscene"-Messe in Karlsruhe: Kink und Fetisch ganz ohne Tabus

Ausstellungsplakat mit dem Titel "Souvenez-vous Crimes Allemands" mit einer zentralen Figur mit menschlichem Gesicht und umgebenem Text.

"Obscene"-Messe in Karlsruhe: Kink und Fetisch ganz ohne Tabus

Die "Obscene"-Messe – ein entspanntes Treffen für Kink, BDSM und Fetisch

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Kürzlich fand in Karlsruhe die Obscene-Messe statt, eine Veranstaltung rund um Kink, BDSM und Fetischkultur. Reporter Christian Karsch besuchte die Messe und erlebte eine überraschend lockere Atmosphäre – ganz anders, als manche vielleicht vermuten würden.

Das Plakat der Veranstaltung zeigte zwei gefesselte Frauen und einen Mann unter dem Motto "Leb deinen Fantasien". Doch im Inneren herrschte ein erstaunlich ungezwungener, fast alltäglicher Ton. Während Bondage, Sadomasochismus oder Fessel-Fetische auf viele befremdlich oder sogar beunruhigend wirken mögen, präsentierten sich die Besucher:innen als freundlich, entspannt und selbstbewusst in ihren Vorlieben. Ihr schlagfertiger Humor und ihre Offenheit machten den Besuch angenehmer als erwartet.

Die professionelle Dominatrix Nina war kürzlich zu Gast im Podcast "Der Gangster, der Junkie und die Hure", um über Fetischkultur zu sprechen – ein Zeichen für die wachsende öffentliche Auseinandersetzung mit der Szene. Sowohl Veranstalter:innen als auch Teilnehmer:innen betonten: Ein Fetisch macht niemanden verrückt oder abnormal, nur anders.

Die Messe widerlegte Klischees, indem sie ein Publikum zeigte, das ganz normal und sympathisch wirkte. Die Gespräche verliefen ungezwungen, und die einladende Stimmung stand in krassem Gegensatz zum provokanten Auftreten der Werbung.

Die Obscene bot einen Einblick in eine oft missverstandene Community. Die Besucher:innen überraschten mit ihrer Zugänglichkeit und ihrem selbstverständlichen Umgang mit ihren Neigungen. Der Erfolg der Veranstaltung deutet darauf hin, dass sich die Wahrnehmung von Fetischkultur in der breiten Öffentlichkeit langsam verändert.

Quelle