02 February 2026, 08:41

Nordmain-S-Bahn: Rodungen im Ostend ebnen Weg für neuen S-Bahn-Halt

Ein Zug auf Eisenbahnschienen mit Autos, Strommasten, Bäumen und einem Himmel im Hintergrund.

Nordmain-S-Bahn: Rodungen im Ostend ebnen Weg für neuen S-Bahn-Halt

Nordmain-S-Bahn: Großprojekt geht in neue Phase – Rodungen im Frankfurter Ostend

Das Nordmain-S-Bahn-Großprojekt ist in eine neue Phase getreten: Im Frankfurter Stadtteil Ostend haben großflächige Rodungsarbeiten begonnen. Seit dem 6. Oktober lässt die Deutsche Bahn Bäume und Pflanzen fällen, um Platz für den neuen S-Bahn-Halt Ostbahnhof sowie die künftigen Gleisanlagen zu schaffen. Es handelt sich um den ersten sichtbaren Schritt vor dem eigentlichen Baubeginn, der für Anfang 2026 geplant ist.

Rund 30 Bäume in der Nähe des Danziger Platzes und der Ostparkstraße werden gefällt, darunter etwa ein Dutzend 50 Jahre alte Platanen. Die Ostparkstraße wird zeitweise teilweise gesperrt; die gesamten Rodungsarbeiten sollen bis zum 23. Oktober abgeschlossen sein. Entlang der bestehenden Bahnstrecke wird zusätzlich Vegetation entfernt, um Raum für neue Gleise und Baustellen zu schaffen.

Das Vorhaben umfasst den Bau einer 20 Kilometer langen, zweigleisigen und elektrifizierten Strecke, die Hanau, Maintal und Frankfurt verbinden wird. Ab 2032 sollen Züge im 15-Minuten-Takt verkehren und den Regionalverkehr deutlich verbessern. Das Ingenieurbüro Sweco zeichnet im Auftrag der DB InfraGO AG für die Planung der Tunnel- und Untergrundbahnhöfe verantwortlich.

Die Nordmain-S-Bahn ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main, dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Deutschen Bahn AG. Finanzierung und Planung sind Teil des übergeordneten Infrastrukturprogramms Frankfurt RheinMain plus.

Nach Fertigstellung wird die Nordmain-S-Bahn eine direkte Schienenverbindung zwischen Hanau, Maintal und Frankfurt herstellen. Die Bauarbeiten für Tunnel, Bahnhof und Gleise beginnen Anfang 2026 im Anschluss an die aktuellen Rodungen. Das Projekt soll den Verkehr im Rhein-Main-Gebiet bis 2032 grundlegend modernisieren.