Norbert Kartmann – ein Leben für Hessen und die Demokratie ist zu Ende gegangen
Brunhilde JesselNorbert Kartmann – ein Leben für Hessen und die Demokratie ist zu Ende gegangen
Norbert Kartmann, ein engagierter Politiker mit über 50 Jahren im öffentlichen Dienst, ist im Alter von 77 Jahren verstorben. Sein Tod am Samstag markiert das Ende einer Karriere, die von unerschütterlichem Einsatz für Demokratie und Dialog geprägt war. Politiker aller Parteien würdigen sein Erbe.
Geboren in Nieder-Weisel, wurde Kartmann zu einer prägenden Figur der hessischen Politik. Er war Mitglied und später Präsident des Landtags und erwarb sich Respekt über alle Parteigrenzen hinweg. Seine Führungsrolle umfasste mehr als 15 Jahre – länger als jeder seiner Vorgänger – und setzte Maßstäbe für Integrität und Fairness.
Kartmann war mehr als nur ein Politiker; er war ein leidenschaftlicher Fürsprecher für das Land und seine Bürger. Seine Weitsicht und Energie prägten Politiken, die das Leben vieler Menschen berührten. Im Jahr 2020 wurden seine Verdienste mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille gewürdigt, einer der höchsten Auszeichnungen Hessens.
Boris Rhein, der Kartmann 2019 als Landtagspräsident nachfolgte und 2022 selbst Ministerpräsident wurde, zeigte sich tief betroffen von der Nachricht. Rhein beschrieb Kartmann als einen wahren homo politicus – einen Menschen, dessen Leben sich um den öffentlichen Dienst und prinzipienfeste Führung drehte.
Kartmann hinterlässt ein Erbe des Engagements für Demokratie und die Menschen in Hessen. Sein Einfluss reichte über Parteigrenzen hinaus, und sein Fehlen wird weit spürbar sein. Das Land wird ihn als einen Politiker in Erinnerung behalten, der die Politik mit Überzeugung und Wärme gestaltete.
