Neu-Isenburg kehrt Beherbergungssteuer nach nur Wochen den Rücken
Carina KrauseNeu-Isenburg kehrt Beherbergungssteuer nach nur Wochen den Rücken
Neu-Isenburg plant, Beherbergungsabgabe in Stadt Köln nur Wochen nach Einführung wieder abzuschaffen
Nur wenige Wochen nach ihrer Einführung plant die Stadt Köln, die neu eingeführte Beherbergungssteuer in Neu-Isenburg bereits wieder abzuschaffen. Die am 1. Oktober 2025 in Kraft getretene Abgabe in Höhe von 3 Prozent auf Übernachtungen stößt auf wachsende Bedenken, weshalb die Stadt nun ihre Vorgehensweise überdenkt. Die Verantwortlichen prüfen derzeit alternative Finanzierungsmodelle, um die kurzlebige Regelung zu ersetzen.
Der Stadtrat hatte die Übernachtungssteuer am 2. Juli 2025 beschlossen. Demnach fiel auf den Nettopreis des Zimmers – ohne Zusatzleistungen wie Mahlzeiten oder Frühstück – eine Abgabe von 3 Prozent an. Langzeitaufenthalte, Jugendherbergen und gemeinnützige Unterkünfte waren von der Steuer befreit, während eine Übergangsregelung für Buchungen vor dem 1. Oktober galt.
Doch die Steuer geriet schnell in die Kritik. Branchenvertreter wiesen auf organisatorische, technische und praktische Schwierigkeiten bei der Umsetzung hin. Angesichts dieser Herausforderungen wurde die Regelung überprüft – nun erwägt die Stadt stattdessen eine Tourismusabgabe nach § 13 des hessischen Kommunalrechts. Der Kurswechsel erfolgt in Anerkennung der Komplexität des aktuellen Modells. Zwar wurde bisher keine konkrete Person oder Gruppe als Initiator des neuen Vorschlags öffentlich benannt, doch steht im Mittelpunkt die Suche nach einer praktikableren Lösung.
Die Abschaffung der Beherbergungsabgabe wäre ein rascher Rückzieher für Neu-Isenburg. Sollte sie durch eine Tourismusabgabe ersetzt werden, müsste die Stadt ihre Verwaltungsprozesse erneut anpassen. Die Entscheidung wird maßgeblich darüber bestimmen, wie lokale Gastgewerbebetriebe künftig besteuert werden.