Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Tief in NRW mit Rekordzahlen
Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen auf 14-Jahres-Tief – Mönchengladbach als positive Ausnahme
Im Jahr 2025 erreichte der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen mit nur 37.185 fertiggestellten Wohneinheiten einen Tiefstand seit 14 Jahren – ein Rückgang um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch Mönchengladbach schwamm gegen den Strom und steigerte seine Bauaktivität nahezu auf das Dreifache. Damit entwickelte sich die Stadt zu einer der aktivsten Baugemeinden des Landes.
In ganz Nordrhein-Westfalen verlangsamte sich der Wohnungsbau deutlich: Die Bauquote sank auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner. Steigende Kosten verschärften die Lage – allein im frühen Jahr 2025 stiegen die Baupreise um weitere 3,2 Prozent. Gleichzeitig kletterten die Zinsen für Baukredite von nahe null auf drei bis vier Prozent seit 2022 und belasteten die Projektentwickler zusätzlich.
Mönchengladbach als Vorreiter Während andere Kommunen zurückfielen, legte Mönchengladbach deutlich zu: 2025 wurden 758 Wohnungen fertiggestellt – nach nur 256 im Jahr zuvor. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg um 73,6 Prozent, ein klares Zeichen für die wachsende Dynamik bei geplanten Projekten. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner belegte die Stadt Platz drei unter den kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens und lag damit 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt.
Der Aufschwung begann 2023 mit der Initiative Wohnungsbau, für die rund 43 Millionen Euro in das städtische Wohnungsbauunternehmen WohnBau flossen. Bis 2025 intensivierte die Stadt ihre Anstrengungen im sozialen Wohnungsbau: 43,2 Millionen Euro wurden für 218 geförderte Wohnungen bewilligt – fast so viele wie im Rekordjahr zuvor. Die Ausgaben für den sozialen Wohnungsbau explodierten förmlich und erreichten 274 Prozent des ursprünglichen Budgets, nach nur fünf Prozent im Jahr 2021.
Mit seiner konsequenten Investitions- und Planungsoffensive hebt sich Mönchengladbach in einem schwierigen Marktumfeld deutlich ab. Während der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen insgesamt schwächelt, zeigen die ausgeweiteten Fördermittel, Genehmigungen und Fertigstellungen der Stadt einen entschlossenen Ansatz zur Bewältigung der Wohnungsnachfrage. Die Ergebnisse positionieren Mönchengladbach unter den Spitzenreitern des Landes beim Neubau von Wohnraum.
