Mindestlohn 2025 steigt auf 13,90 Euro – doch Wiesbadener Arbeitgeber tricksen bei der Bezahlung
Carina KrauseMindestlohn 2025 steigt auf 13,90 Euro – doch Wiesbadener Arbeitgeber tricksen bei der Bezahlung
Mindestlohn 2025 in Deutschland steigt auf 13,90 Euro – doch in Wiesbaden drohen Lohnbetrug und Schlupflöcher
Zum 1. Januar 2023 stieg der gesetzliche Mindestlohn 2025 in Deutschland auf 13,90 Euro pro Stunde. Von der Erhöhung sollten rund 29.800 Minijobber in Wiesbaden profitieren – doch es gibt Zweifel, ob alle Arbeitgeber den neuen Satz auch tatsächlich zahlen. Die Gewerkschaft NGG fordert nun schärfere Kontrollen und politische Maßnahmen, um Lohnprellerei zu verhindern.
Die NGG (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten) warnt, dass einige Wiesbadener Arbeitgeber den Mindestlohn 2025 möglicherweise nicht umgesetzt haben. Beschäftigte in der Lebensmittelproduktion und Gastronomie werden aufgefordert, ihre Januar-Gehaltabrechnungen zu prüfen – dort müsste sich die Erhöhung um 1,08 Euro pro Stunde widerspiegeln. Die Gewerkschaft vermutet, dass manche Betriebe Arbeitszeiten auf dem Papier kürzen, um die höhere Bezahlung zu umgehen – eine illegale Praxis.
Zudem kritisiert die NGG, dass die unzureichenden Kontrollen durch die FKS-Einheit des Zolls das Risiko für Arbeitgeber, erwischt zu werden, zu gering halten. Sie fordert CDU- und SPD-Abgeordnete auf, sich für ein Bundesgesetz einzusetzen, das Unternehmen zur Einhaltung von Tarifverträgen verpflichtet. Der gesetzliche Mindestlohn 2025 sei lediglich eine Untergrenze, so die NGG – stärkere Tarifbindung sei nötig, um faire Löhne durchzusetzen. Um das Problem zu lösen, verlangt die Gewerkschaft mehr Überwachung und härtere Strafen bei Verstößen. Ohne bessere Kontrollen, so die Befürchtung, könnten viele Beschäftigte trotz der gesetzlichen Erhöhung weiter unterbezahlt werden.
Die Mindestlohnerhöhung 2025 trat zwar offiziell zu Jahresbeginn in Kraft – doch die Warnungen der NGG deuten darauf hin, dass nicht alle Arbeitnehmer in Wiesbaden den korrekten Lohn erhalten. Mit ihrer Forderung nach strengeren Gesetzen und schärferen Inspektionen will die Gewerkschaft Schlupflöcher schließen und sicherstellen, dass die Beschäftigten das bekommen, was ihnen zusteht.