Migros verkauft Tegut an Edeka – und zieht sich aus Deutschland zurück
Helga MüllerMigros trennt sich von Tegut - Edeka übernimmt Filialen - Migros verkauft Tegut an Edeka – und zieht sich aus Deutschland zurück
Der Schweizer Einzelhändler Migros zieht sich vom deutschen Markt zurück, indem er seine Supermarktkette Tegut verkauft. Als Hauptgründe für diesen Schritt nannte das Unternehmen anhaltende Schwierigkeiten und den harten Wettbewerb. Rund 200 der Tegut-Filialen, die meisten davon in Hessen, werden nun von Edeka übernommen.
Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet und betreibt derzeit über 300 Supermärkte in ganz Deutschland mit etwa 7.700 Beschäftigten. Allerdings liegen alle Standorte – einschließlich des Teo-Smartstore-Konzepts – ausschließlich in Hessen.
Migros hatte Mühe, seine deutschen Aktivitäten aufrechtzuerhalten, und fand keinen Käufer außerhalb des bestehenden deutschen Einzelhandelssektors. Ohne diese Vereinbarung wären mehr als 4.500 Arbeitsplätze durch mögliche Schließungen gefährdet gewesen.
Edeka hat zugesagt, einen Großteil der Tegut-Standorte zu übernehmen und in sein genossenschaftliches Filialnetz zu integrieren. Doch die Zukunft der übrigen, nicht im Deal enthaltenen Filialen bleibt ungewiss. Auch ist noch unklar, ob der Markenname Tegut nach der Übernahme bestehen bleibt.
Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht veröffentlicht.
Die Übernahme durch Edeka sichert die Zukunft vieler Tegut-Mitarbeiter und -Filialen in Hessen. Das Schicksal der nicht verkauften Standorte und der Marke Tegut selbst ist jedoch noch nicht entschieden. Bevor der Deal voranschreitet, muss er zunächst die regulatorische Prüfung bestehen.






