Mieterbund fordert einkommensabhängige Umlage von Modernisierungskosten
Brunhilde JesselMieterbund fordert einkommensabhängige Umlage von Modernisierungskosten
Der Präsident des Deutschen Mieterbunds, Axel Gedaschko, fordert eine grundlegende Reform der Berechnung von Mietpreiserhöhungen. Seiner Ansicht nach belasten die aktuellen Regelungen einkommensschwächere Mieter nach Modernisierungsmaßnahmen unangemessen. Stattdessen solle das Einkommen darüber entscheiden, wie viel jeder Haushalt zu den Modernisierungskosten beiträgt.
Bisher dürfen Vermieter die Sanierungskosten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko verwies auf einen Fall, in dem eine alleinerziehende Mutter und ein Doppelverdiener-Paar nach einer Renovierung dieselbe Mieterhöhung tragen mussten. Dies sei ungerecht, da Besserverdiener die zusätzlichen Kosten leichter schultern könnten.
Sein Vorschlag sieht ein gestaffeltes Modell vor: Haushalte mit höherem Einkommen müssten einen größeren Anteil der Kosten übernehmen. Gedaschko rief die Regierungsparteien auf, die Änderung zügig umzusetzen. Verzögerungen würden die finanzielle Belastung für sozial schwache Mieter nur verlängern.
Die geplante Reform würde die Modernisierungskosten stärker auf einkommensstärkere Haushalte verlagern. Sollte sie beschlossen werden, könnten Mieter mit geringeren Einkommen von niedrigeren Mietsteigerungen profitieren. Der Mieterbund wartet nun auf eine Reaktion der Politik zu den vorgeschlagenen Anpassungen.






