Mehr Klimaschutz, stabile Mieten: Frankfurter Wohnungsunternehmen passen sich an
Carina KrauseMehr Klimaschutz, stabile Mieten: Frankfurter Wohnungsunternehmen passen sich an
Mehr Klimaschutz, stabile Mieten: Frankfurter Wohnungsunternehmen passen sich an
Teaser: Die GSW modernisiert Wohngebäude mit digitaler Steuerung und nachhaltiger Sanierungsplanung in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen.
18. Dezember 2025, 05:01 Uhr
Frankfurts viertgrößter kommunaler Wohnungsanbieter, die GSW, hat die „Strategie 2.0“ vorgestellt – ein Konzept, das die Energieeffizienz steigern und den CO₂-Ausstoß senken soll. Im Mittelpunkt stehen intelligente Heiztechnik und datengestützte Sanierungen. Erste Maßnahmen laufen bereits in vier Wohnhäusern an.
Das Unternehmen rüstet rund 150 Wohnungen mit digitalen Heiz- und Steuerungssystemen aus. Smarte Thermostate sollen den Energieverbrauch reduzieren und Wärmeverluste minimieren – ein wichtiger Schritt, um die Mieten stabil zu halten.
Die gesammelten Daten fließen in künftige Sanierungsvorhaben ein, beginnend mit Bewertungen im Jahr 2026. Die Erkenntnisse werden Investitionen in den gesamten Immobilienbestand der GSW lenken, der sich über Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen erstreckt. Die „Strategie 2.0“ entstand in einem partizipativen Workshop mit 120 Mitarbeiter:innen. Die Geschäftsführer Andreas Schulz und Mario Emmermann leiteten den Prozess und banden die Belegschaft ein, um langfristige Prioritäten zu definieren. Die Strategie knüpft an die bestehenden Geschäftsbereiche der GSW an, zu denen Immobilienverwaltung, Neubauten und Drittprojekte zählen.
Mit rund 9.000 bezahlbaren Wohnungen – bei durchschnittlichen Mieten unter 8 Euro pro Quadratmeter – will das Unternehmen Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit in Einklang bringen. Die schrittweisen Modernisierungen sollen sicherstellen, dass energieeffizientes Wohnen für Mieter:innen erschwinglich bleibt.
Die Einführung der intelligenten Heizsysteme markiert den ersten Schritt in der langfristigen Transformation der GSW. Ab 2026 werden Verbrauchsdaten den Sanierungsbedarf bestimmen und weitere Investitionen steuern. Das Ziel: Emissionen senken und gleichzeitig planbare Wohnkosten für die Bewohner:innen gewährleisten.