12 June 2026, 14:20

Mehr Fluglärm über Wiesbaden: Frankfurter Flughafen weitet Starts aus

Mehr Fluglärm für Wiesbaden durch neues Betriebskonzept

Mehr Fluglärm über Wiesbaden: Frankfurter Flughafen weitet Starts aus

Flughafen Frankfurt legt überarbeiteten Betriebsplan vor – mehr Fluglärm über Wiesbaden

Der Flughafen Frankfurt hat einen überarbeiteten Betriebsplan vorgestellt, der zu einer Zunahme des Fluglärms über Wiesbaden führen wird. Die Pläne sehen eine deutliche Ausweitung der Starts in nordwestlicher Richtung vor – direkt über die Stadt. Bürgermeisterin Christiane Hinninger übt scharfe Kritik an den Änderungen.

Das neue Konzept erlaubt künftig bis zu 25 Prozent der Tags- und 20 Prozent der Nachtstarts über die nordwestlichen Routen – pro Jahr gerechnet. Dies stellt eine massive Steigerung gegenüber der ursprünglichen Zusage dar, wonach solche Flugrouten auf etwa 1,5 Prozent der Starts beschränkt bleiben und nur in Ausnahmefällen genutzt werden sollten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Besonders spürbar werden die Auswirkungen voraussichtlich zwischen 22 und 23 Uhr sein, wenn mit Lärmspitzen zu rechnen ist, die Anwohnerinnen und Anwohner belasten. Die Fluglärmschutzkommission warnt, dass diese Spitzenwerte besonders in den Abendstunden, wenn Menschen empfindlicher reagieren, erhöhte Gesundheitsrisiken bergen.

Als Reaktion fordert die Kommission die Behörden auf, die Lärmbelastung so weit wie möglich zu reduzieren und die nordwestlichen Abflugrouten auf das absolute betriebliche Minimum zu beschränken. Bürgermeisterin Hinninger schlägt vor, Kurzstreckenflüge vermehrt auf die Schiene zu verlagern, um die Belastung für die Bevölkerung zu verringern.

Ziel des überarbeiteten Plans ist es, bis 2033 mehr Starts und Landungen zu ermöglichen. Doch die Konzentration der Flugrouten über Wiesbaden bleibt ein zentrales Problem. Die Fluglärmschutzkommission und lokale Verantwortliche setzen sich weiterhin für strengere Grenzen ein, um die Bevölkerung zu schützen.

Quelle