Matthias Hundt widerruft Rücktritt – doch seine Zukunft bleibt ungewiss
Klaas LübsMatthias Hundt widerruft Rücktritt – doch seine Zukunft bleibt ungewiss
Berliner Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, hat seinen Rücktritt widerrufen. Die Kehrtwende erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Prüfungen seiner früheren Beratungsfirma und medialer Spekulationen. Trotz der Kontroverse behält er Anspruch auf eine Abfindung in Höhe von etwa 72.000 Euro.
Hundt hatte zunächst seinen Rücktritt eingereicht, diesen später jedoch zurückgenommen und dabei seine Verärgerung über „haltlose Medienvorwürfe“ zum Ausdruck gebracht. Seine Entscheidung folgt einer Untersuchung der Staatsanwaltschaft Dresden zu seiner Rolle bei der Insolvenz der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Das Unternehmen beantragte am 25. November 2025 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Unabhängig davon prüft die Deutsche Rentenversicherung das Unternehmen wegen ausstehender Beitragszahlungen. Während Hundt im Zusammenhang mit der SDC unter Druck steht, wies er jede Verantwortung für den Zusammenbruch der Humboldt Capture Germany GmbH zurück und betonte, niemals Gesellschafter gewesen zu sein.
Trotz der rechtlichen und finanziellen Vorwürfe treibt der Berliner Senat die Pläne für seine Entlassung voran. Eine endgültige Entscheidung über seine Abberufung wird bis Dienstag erwartet.
Durch den Widerruf seines Rücktritts bleibt Hundt vorerst im Amt, doch seine Zukunft bleibt ungewiss. Im Falle einer Entlassung stünde ihm eine Abfindung in Höhe eines halben Jahresgehalts zu. Die Ermittlungen zu seiner ehemaligen Firma laufen derweil weiter – eine Lösung ist noch nicht in Sicht.
