23 May 2026, 00:34

Länder fordern rascheren Ausbau von Wind- und Solarenergie trotz Bundeskritik

Energieübergang in Niedersachsen auf Kurs

Länder fordern rascheren Ausbau von Wind- und Solarenergie trotz Bundeskritik

Deutschlands Länderenergieminister einig: Schnellerer Ausbau der Erneuerbaren nötig

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Auf einer Konferenz auf Norderney haben sich die Energieminister aller 16 Bundesländer für eine beschleunigte Wende zu erneuerbaren Energien ausgesprochen. Sie verpflichteten sich gemeinsam, Wind- und Solarenergie auszubauen – kritisierten dabei aber aktuelle Bundespolitik. Das Treffen zeigte sowohl gemeinsame Ziele als auch wachsende Spannungen über den besten Weg dorthin.

Einig waren sich die Minister in der Notwendigkeit eines zügigen, aber gut koordinierten Ausbaus der Erneuerbaren. Onshore- und Offshore-Windkraft sowie Solarenergie wurden als zentrale Prioritäten genannt, um die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern. Besonders die Offshore-Windenergie betonten sie als entscheidend für die langfristige Versorgungssicherheit.

Gleichzeitig lehnten die Länder Maßnahmen der Bundesenergieministerin Katherina Reiche ab. Dazu zählen Pläne für Netzentlastungszonen und die Kürzung von Fördergeldern für Dach-Solaranlagen. Die Minister warnten, solche Schritte könnten den Fortschritt eher bremsen als beschleunigen.

Um den Übergang zu erleichtern, forderten sie stärkere soziale Absicherungen. Mieter müssten insbesondere vor steigenden Kosten durch energetische Sanierungen geschützt werden. Zudem verlangten die Länder eine gemeinsame Roadmap mit dem Bund, um den Ausbau der Erneuerbaren, Speicherlösungen und Netzoptimierungen besser aufeinander abzustimmen.

Die anhaltende Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieimporten unterstrich die Dringlichkeit. Ohne entschlossenes Handeln, so die Warnung der Minister, könnten Energieversorgung in den kommenden Jahren teurer und weniger zuverlässig werden.

Am Ende der Konferenz stand ein klares Signal: Alle Länder stehen hinter einer schnelleren und gerechteren Energiewende. Doch die Konflikte mit der Bundespolitik bleiben ungelöst. Der nächste Schritt wird sein, einen gemeinsamen Plan auszuarbeiten, der den Ausbau der Erneuerbaren vorantreibt – ohne die Kosten aus dem Ruder laufen zu lassen.

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