Korex in Hessen: Fünfmal mehr Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus seit 2021
Helga MüllerKorex in Hessen: Fünfmal mehr Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus seit 2021
Das Kompetenzzentrum gegen Rechtsextremismus (Korex) verzeichnet in Hessen einen deutlichen Anstieg seiner Aktivitäten. 2024 führte die Einrichtung 281 Veranstaltungen durch – fünfmal so viele wie noch 2021. Dieser starke Zuwachs folgt auf einen Regierungswechsel Anfang 2024 und spiegelt die wachsenden Bemühungen wider, Rechtsextremismus in Schulen und öffentlichen Einrichtungen entgegenzuwirken.
Korex wurde 2008 gegründet, um durch Aufklärung, Beratung und Präventionsarbeit gegen rechtsextreme Tendenzen vorzugehen. Die Arbeit der Organisation erstreckt sich auf Schulen, Polizeibehörden, Feuerwehren und Sportvereine, mit einem besonderen Fokus auf Jugendliche.
Im Jahr 2024 stieg die Zahl der von Korex organisierten Veranstaltungen auf 281 – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 55 Veranstaltungen im Jahr 2021. Den größten Zuwachs verzeichneten die Aufklärungsinitiativen des hessischen Verfassungsschutzes, der 166 Veranstaltungen in den Bereichen Kultur und Bildung durchführte – mehr als neunmal so viele wie die 18 im Jahr 2023. Korex selbst veranstaltete im vergangenen Jahr 259 Veranstaltungen, leicht weniger als 2023, aber immer noch deutlich mehr als in den Vorjahren.
Ein aktuelles Beispiel war ein Vortrag von Korex-Leiter Sven Daniel am Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel. Die Veranstaltung thematisierte rechtsextreme Aktivitäten in sozialen Medien und unterstrich die anhaltenden Bemühungen des Zentrums, digitalem Extremismus entgegenzutreten.
Der Anstieg der Korex-Aktivitäten fällt mit dem politischen Wandel in Hessen Anfang 2024 zusammen. Mit 281 Veranstaltungen in diesem Jahr erweitert die Organisation weiterhin ihre Präsenz in Schulen und öffentlichen Sektoren. Die Zahlen deuten auf eine verstärkte Gegenwehr gegen Extremismus durch Bildung und direkte Aufklärungsarbeit hin.
