24 May 2026, 08:23

Koblenz kämpft mit Millionenloch durch veraltete Kreisumlagen für Berufsschulen

Stadtpersonalamt untersucht: Haben Mitarbeiter der Stadt Koblenz Millionen an Schaden verursacht?

Koblenz kämpft mit Millionenloch durch veraltete Kreisumlagen für Berufsschulen

Koblenz steht vor einem jährlichen Haushaltsdefizit von über 400.000 Euro – verursacht durch veraltete Finanzierungsbeiträge der umliegenden Landkreise. Das Problem entsteht durch die Kluft zwischen den tatsächlichen Kosten für die Berufsschulbildung und den festgelegten Pauschalzahlungen der Nachbarregionen. Nun wird untersucht, ob Versäumnisse der Stadt selbst die Lage verschärft haben.

Aktuell besuchen 1.932 Berufsschüler aus neun benachbarten Kreisen – darunter Ahrweiler, Altenkirchen und Mayen-Koblenz – Schulen in Koblenz. Jeder Landkreis zahlt 190 Euro pro Teilzeit-Schüler, doch die realen Kosten pro Schüler liegen im Schnitt bei 406,80 Euro. Diese Diskrepanz hat seit 2014 zu kumulierten Verlusten von über fünf Millionen Euro geführt.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hinterfragt nun, warum die Beiträge trotz steigender Ausgaben nie angepasst wurden. Als erste Maßnahme hat die Stadt eine Vereinbarung durchgesetzt, die die Kreisumlagen rückwirkend zum Januar dieses Jahres auf 300 Euro pro Schüler erhöht. Eine weitere Anhebung auf 400 Euro ist für 2028 geplant.

Gleichzeitig prüfen die Verantwortlichen, ob das jahrelange Nichtstun der Stadt als selbstverschuldeter finanzieller Schaden gewertet werden kann. Falls ja, könnte eine Entschädigung über die Berufshaftpflichtversicherung angestrebt werden. Um künftige Fehlbeträge zu vermeiden, will Koblenz die Kostenentwicklung an Berufsschulen enger überwachen und die Kreisumlagen entsprechend anpassen.

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Die neuen Finanzanpassungen werden das jährliche Defizit Koblenzs verringern, doch die Stadt muss weiterhin mit einem Minus von fünf Millionen Euro aus dem letzten Jahrzehnt umgehen. Die Kreisbeiträge steigen nun schrittweise, begleitet von strengeren Kontrollen, um ähnliche Probleme zu verhindern. Die Prüfung möglicher Versicherungsansprüche läuft noch.

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