Kampagne „Respekt kennt kein Alter!“ startet gegen Altersdiskriminierung und für mehr Würde
Klaas LübsKampagne „Respekt kennt kein Alter!“ startet gegen Altersdiskriminierung und für mehr Würde
„Respekt kennt kein Alter!“ – Neue bundesweite Kampagne gegen Altersdiskriminierung vorgestellt
Auf einer kürzlichen Fachtagung zur Altenseelsorge wurde die neue bundesweite Initiative Respekt kennt kein Alter! präsentiert. Die Kampagne setzt sich für eine Gesellschaft ohne Altersdiskriminierung ein und wirbt für ein faireres, inklusiveres Bild des Alterns. Die Veranstalter stellten zudem kreative Ansätze vor, wie ältere Menschen durch die Verbindung von Spiritualität und Alltagsleben besser unterstützt werden können.
Das Bistum Fulda übernahm bei den Diskussionen eine zentrale Rolle und präsentierte eigene Projekte, während gleichzeitig zukünftige Entwicklungen in der Altenseelsorge geplant wurden.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Altenseelsorge traf sich Ende Januar im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt. Vertreter des Bistums Fulda und weitere Delegierte widmeten sich dort drängenden Themen wie Demenzbetreuung, sich wandelnden Bestattungskulturen, Einsamkeit im Alter sowie dem Konzept der „Caring Community“ (fürsorglichen Gemeinschaft). Unter dem Motto „Die Seele berühren“ tauschten Fachleute Ideen aus, wie Kirchen ältere Generationen besser begleiten können.
Zwei führende Expertinnen, Professorin Dr. Lydia Maidl und Dr. Beate Mayr, hielten Hauptvorträge zu den spirituellen Bedürfnissen älterer Menschen. Ihre Beiträge umfassten praxisnahe Modelle für seelsorgerliche Begleitung – stets mit Fokus auf Würde und persönliche Zuwendung. Dr. Meins G.S. Coetsier, Vertreter des Bistums Fulda im Bundesforum Katholische Altenseelsorge, skizzierte Pläne zur Ausweitung der Seelsorge in Pflegeheimen durch regelmäßige Gottesdienste, Dialogangebote und fachlichen Austausch.
Das Bistum Fulda präsentierte zudem eigene innovative Projekte wie „Elvis im Pflegeheim“ – eine Initiative, die mit Musik Freude in Senioreneinrichtungen bringt – sowie „Weisheit im Alter“, das die Lebenserfahrungen älterer Menschen würdigt. Diese Vorhaben spiegeln ein grundlegendes Anliegen wider: das Altern als sinnvolle und wertvolle Lebensphase zu begreifen. Den Abschluss der Tagung bildeten Berichte der Deutschen Bischofskonferenz sowie gemeinsame Ergebnisse interdiözesaner Arbeitsgruppen.
Aufbauend auf der Arbeit des ausscheidenden Referenten Dr. Andreas Ruffing will das Bistum die Altenseelsorge weiter priorisieren. Neue Impulse sollen die künftige pastoralen Arbeit prägen – mit Kontinuität bei gleichzeitiger Eröffnung frischer Perspektiven. Die Kampagne Respekt kennt kein Alter! startet offiziell Ende April und fällt damit zusammen mit dem Europäischen Tag der Generationensolidarität.
Die Konferenz unterstrich, wie wichtig spirituelle und soziale Begleitung für ältere Menschen ist. Die laufenden Projekte und geplanten Erweiterungen der Seelsorge in Pflegeheimen durch das Bistum Fulda zeigen ein engagiertes Vorgehen in der Altenarbeit. Mit dem bevorstehenden Start der bundesweiten Kampagne hoffen die Organisatoren, ein breiteres Bewusstsein für das Altern als wertvollen Teil des Gemeinschaftslebens zu schaffen.