07 May 2026, 06:22

Jungheinrich vor Umbruch: Finanzchefin Heike Wulff verlässt das Unternehmen

Logo des 48. Versorgungsmanagementgeschwader mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern und einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsmanagement" in blau, alles von einem weißen Rand mit der schwarzen Schrift "48. Versorgungsmanagementgeschwader" umgeben.

Jungheinrich vor Umbruch: Finanzchefin Heike Wulff verlässt das Unternehmen

Jungheinrich kündigt Führungswechsel an: Finanzvorständin Heike Wulff scheidet aus

Der Intralogistik-Spezialist Jungheinrich steht vor einem Wechsel in der Führungsetage: Finanzvorständin Heike Wulff verlässt das Unternehmen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Gewinnrückgangs und eines Kursverfalls der Aktie. Bis eine Nachfolge gefunden ist, übernimmt Vorstandschef Lars Brzoska kommissarisch die Finanzressorts.

Wie der Aufsichtsrat und Wulff übereinstimmend mitteilten, wurde ihr Vertrag nicht verlängert. Ihr Abschied fällt in eine Phase finanzieller Herausforderungen für Jungheinrich: Seit Ende 2025 hat das Unternehmen rund 30 Prozent seiner Marktkapitalisierung eingebüßt. Der Börsenwert liegt aktuell bei etwa 2,6 Milliarden Euro.

Auch die operativen Ergebnisse geben Anlass zur Sorge: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte ein. Ein Streik im Werk Lüneburg sowie der verschärfte Wettbewerb belasteten die Bilanz zusätzlich.

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Jungheinrich bleibt weiterhin in Familienhand – die Nachkommen des Firmengründers halten 53 Prozent der Stimmrechte. Die 54 Millionen Stammaktien sind gleichmäßig auf die Familien der beiden Töchter Friedrich Jungheinrichs aufgeteilt. Weitere 45 Millionen stimmrechtslose Vorzugsaktien, die im MDAX notiert sind, befinden sich größtenteils im Streubesitz.

Bis ein neuer Finanzvorstand bestellt ist, wird CEO Lars Brzoska die Finanzgeschäfte interimistisch leiten.

Nun steht Jungheinrich vor der doppelten Aufgabe, die finanzielle Performance zu stabilisieren und gleichzeitig eine geeignete Nachfolge für die Finanzchefin zu finden. Der vorläufige Führungswechsel erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, in dem das Unternehmen gegen sinkende Gewinne und schwindendes Marktvertrauen ankämpft.

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