23 March 2026, 06:25

Jugendämter und Kinderpsychiatrie stärken Zusammenarbeit für Krisenhilfe

Gruppe von Kindern auf einem Basketballfeld mit Papiertüten in den Händen, mit Vorräten auf dem Boden und einer Tafel mit Text links daneben, vor einem Hintergrund aus Zaun, Pfosten, Laternen, Bäumen, Gebäuden, Hügeln und Himmel.

Jugendämter und Kinderpsychiatrie stärken Zusammenarbeit für Krisenhilfe

Eine langjährige Partnerschaft zwischen Jugendämtern und einer kinderpsychiatrischen Klinik wurde erneuert, um junge Menschen in Krisensituationen besser zu unterstützen. Die erstmals 2005 geschlossene Vereinbarung sieht nun eine erweiterte Zusammenarbeit vor, um den wachsenden Herausforderungen wie Armut, kriegsbedingten Traumata und den Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie zu begegnen. Die aktualisierte Kooperation wurde am 28. Mai 2025 unterzeichnet – mit dem Ziel, den Zugang zu Hilfsangeboten zu beschleunigen und Unterstützungsstrukturen effizienter zu gestalten.

Die ursprüngliche Zusammenarbeit begann im Mai 2005 zwischen dem Jugendamt des Kreises Groß-Gerau und der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie in Riedstadt. 2011 schloss sich auch das Jugendamt der Stadt Rüsselsheim am Main als Partner an. Im Laufe der Jahre lag der Fokus darauf, den Zugang zu psychologischen Dienstleistungen durch besseres Schnittstellenmanagement, kürzere Wartezeiten bei Überweisungen und fachkundige Begleitung zu erleichtern.

Die erneuerte Vereinbarung, unterzeichnet von Landrat Thomas Will und Bürgermeister Murat Karakaya, reagiert auf die zunehmenden Belastungen junger Menschen. Die Folgen der Pandemie, der Krieg in der Ukraine und anhaltende Armut haben den Bedarf an Jugendhilfe und psychiatrischer Versorgung steigen lassen. Die Partnerschaft sichert die langfristige Zusammenarbeit, während die Eigenständigkeit der jeweiligen Unterstützungssysteme gewahrt bleibt.

Ab dem 1. September 2025 wird auch das Jugendamt Darmstadt-Dieburg Teil des Netzwerks sein und die Zusammenarbeit weiter ausbauen. Geplant sind regelmäßige Überprüfungen der Abläufe, Fortbildungen und Hospitationen, um die Kooperation zu stärken. Dr. Annette Duve und Thilo Ast, die Leitenden der Vitos Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, betonen, wie entscheidend die enge Verzahnung von Jugendämtern und psychiatrischen Diensten ist, um eine umfassende Versorgung zu gewährleisten.

Die erneuerte Vereinbarung baut auf fast zwei Jahrzehnte Partnerschaft auf, um die Unterstützung für Kinder und Jugendliche kontinuierlich zu verbessern. Schnellere Hilfsprozesse, abgestimmte Dienstleistungen und eine Entlastung junger Menschen in Krisen stehen im Mittelpunkt. Die Zusammenarbeit wird sich durch regelmäßige Evaluierungen und gemeinsame Fortbildungsinitiativen weiterentwickeln.

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