Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordbesuch und Zeitreisen
Brunhilde JesselJekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordbesuch und Zeitreisen
Jekaterinburg feiert 20. Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit Rekordbeteiligung
Mit 101 teilnehmenden Veranstaltungsorten beging Jekaterinburg das 20-jährige Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ – ein neuer Besucherrekord. Zu den Höhepunkten zählte eine Ausstellung im Museum für Stadtgeschichte Jekaterinburg, die die Rolle der Stadt im sowjetischen Jugendtourismus über die Organisation Sputnik beleuchtete. Das Programm reichte von Mitmach-Werkstätten bis zu seltenen Einblicken in die Frühzeit der Computertechnik.
Im Museum für Steinbearbeitung und Juwelierkunst erwartete die Besucher ein großes Mineralien-Quest unter dem Titel „Mineral-Podcast“. Zum Hauptprogramm gehörten das Legem von Mosaiken, das Lauschen auf die Trommel eines Schamanen sowie das Gestalten miniaturisierter Mineralausstellungen. Führungen vermittelten zudem Einblicke in die Kunst der Gravur und die Legende vom Steinernen Blumenmädchen.
Das kreative Zentrum L52 öffnete an zwei Standorten die ganze Nacht seine Türen. Besonders beliebt war die Veranstaltung „Elektronische Zauberer“, die frühe Computer vorstellte – darunter den ersten Ural-Rechner, der einst in Swerdlowsk gebaut worden war. Diese Pioniergeräte der ersten Generation waren berüchtigt für ihre Unzuverlässigkeit: Sie funktionierten fehlerfrei gerade einmal fünf Stunden am Tag.
Die 20. Lange Nacht der Museen in Jekaterinburg verband Geschichte, Technik und interaktive Kreativität. Die Besucher tauchten ein in Themen wie die Reisebeschränkungen der Sowjetzeit oder die Tücken der Computertechnik in ihren Anfängen. Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr den Ruf der Stadt als lebendiger und vielseitiger Kulturstandort.
