17 June 2026, 18:47

Italienischer Bahnanbieter Italo will 2028 in Deutschland durchstarten

Pro Bahn fordert Schutzvorkehrungen für den Einstieg von Italo in den deutschen Fernverkehr

Italienischer Bahnanbieter Italo will 2028 in Deutschland durchstarten

Pro Bahn begrüßt Pläne von Italo für Einstieg in deutschen Fernverkehr

Die Fahrgastvereinigung Pro Bahn zeigt sich erfreut über die Absicht des italienischen Bahnanbieters Italo, ab 2028 auf dem deutschen Fernverkehrsmarkt aktiv zu werden. Die Organisation sieht in dem Markteintritt eine Chance, den Wettbewerb zu beleben – insbesondere auf stark frequentierten Strecken wie Berlin–München und Köln–Frankfurt–München.

Mit der Expansion nach Deutschland wird Italo Reisenden auf einigen der beliebtesten Verbindungen zusätzliche Optionen bieten. Geplant ist unter anderem auch eine Verbindung zwischen München und Hamburg, was die Auswahl für Fahrgäste weiter erhöht.

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Pro Bahn unterstützt den Vorstoß, pocht jedoch auf klare Regeln, um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Michael Koch, stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes, betonte, dass der Wettbewerb allen Fahrgästen im Land zugutekommen müsse. Die Vereinigung fordert zudem verbindliche politische Vorgaben, um zu verhindern, dass ein Anbieter ungerechtfertigte Vorteile erhält.

Angesichts der begrenzten Kapazitäten im Schienennetz insistiert Pro Bahn darauf, bestehende Regionalverbindungen zu schützen. Gefordert werden rechtlich verbindliche Garantien für diese Strecken bei der Vergabe von Trassen. Darüber hinaus setzt sich die Organisation für eine unabhängige nationale Behörde ein, die den Fernverkehr und die Streckenvergabe überwacht.

Ein weiteres Anliegen ist die Einführung eines einheitlichen Tarifsystems. Dies würde es Reisenden ermöglichen, Tickets bei allen Fernverkehrsanbietern ohne Komplikationen zu nutzen.

Italos Markteintritt könnte ab 2028 die deutsche Bahnlandschaft grundlegend verändern. Die Forderungen von Pro Bahn zielen darauf ab, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, Regionalverbindungen zu sichern und durch unabhängige Aufsicht sowie standardisierte Tarife für ein reibungsloseres Reiseerlebnis zu sorgen.

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