17 June 2026, 18:47

IMK verzichtet auf neue Maßnahmen gegen Pyrotechnik in Fußballstadien trotz Risiken

Bericht: IMK verschiebt Entscheidung zu Pyrotechnik in Stadien

IMK verzichtet auf neue Maßnahmen gegen Pyrotechnik in Fußballstadien trotz Risiken

Die Innenministerkonferenz (IMK) hat beschlossen, vorerst keine neuen Maßnahmen gegen gewalttätige Ausschreitungen in Fußballstadien einzuführen. Dies geschieht trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich Pyrotechnik, die als eine der größten Sicherheitsherausforderungen im Fußball gilt. Die Entscheidung folgt auf jüngste Vorfälle mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit, darunter das DFB-Pokalfinale im Mai.

Ein vertraulicher Bericht hatte auf die erheblichen Risiken hingewiesen, die von Pyrotechnik in Stadien ausgehen. Bisherige Bußgelder und Pilotprojekte mit Detektoren haben sich als unwirksam erwiesen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Von der Konferenz war erwartet worden, dass sie eine strengere Durchsetzung des Pyrotechnik-Verbots vorschlägt – doch ein konkreter Plan wurde nicht vorgelegt.

Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, äußerte sich frustriert über den mangelnden Fortschritt. Er kritisierte den Schiedsrichter, das DFB-Pokalfinale trotz Bengalos nicht abgebrochen zu haben, und forderte schärfere Kontrollen. Reul verlangte von den Vereinen, die Ultra-Fanräume zu durchsuchen und die Videoüberwachung auszuweiten, um das Problem zu bekämpfen.

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Der Entwurf der IMK-Resolution erwähnte lediglich, dass eine Arbeitsgruppe in einem „konstruktiven Austausch über die Ahndung von Verstößen“ stehe. Die Pyrotechnik-Frage soll nun auf der Herbstkonferenz erneut beraten werden.

Die Entscheidung der IMK bedeutet, dass es vorerst keine Änderungen an der aktuellen Politik geben wird. Die Debatte über Pyrotechnik wird weitergehen, wobei die Herbstkonferenz das Thema wieder aufgreifen soll. Die Vereine könnten dennoch unter Druck geraten, eigenständig strengere Kontrollen umzusetzen.

Quelle