Hessischer Dialektpreis kehrt mit Rekordbewerbungen zurück – trotz Kürzungen
Brunhilde JesselStaatsregierung will Dialekte fördern - Hessischer Dialektpreis kehrt mit Rekordbewerbungen zurück – trotz Kürzungen
Hessischer Dialektpreis kehrt im Februar für zweite Auflage zurück
Im Februar findet der Hessische Dialektpreis zum zweiten Mal statt – und das Interesse ist größer denn je: Fast 100 Bewerbungen sind in diesem Jahr eingegangen, deutlich mehr als die 64 der Premiere. Mit dem Preis, der mit insgesamt 8.000 Euro dotiert ist, sollen das traditionelle Sprachgut der Region gewürdigt und sein Fortbestand gefördert werden.
Erstmals vergeben wurde die Auszeichnung 2023 im Rahmen umfassender Initiativen zur Pflege hessischer Mundarten. Damals gab es fünf Kategorien: aktiver Dialektgebrauch, Dialekt in der Literatur, Dialekt in der Musik, Dialekt in den Medien sowie eine Sonderwürdigung für langjähriges Engagement. Die Preisträger wurden nach ihrer sichtbaren und nachhaltigen Wirkung auf die Sprachbewahrung ausgewählt.
Auch in diesem Jahr wird die Jury zwei zentrale Kriterien in den Fokus rücken: Wie wirksam das jeweilige Projekt den Dialekt fördert und ob es zu seinem langfristigen Erhalt beiträgt. Die gestiegene Bewerberzahl deutet auf ein wachsendes Interesse hin, die hessische Mundart lebendig zu halten.
Die Initiative kommt zu einer Zeit, in der die Landesförderung für traditionelles Brauchtum stark gekürzt wurde. 2024 stellte Hessen nur noch einen Bruchteil der 340.000 Euro bereit, die im Vorjahr flossen. Dennoch sieht die Landesregierung den Preis als wichtiges Instrument, um den Dialekt im Alltag präsenter zu halten.
Die Gewinner werden im Februar bekannt gegeben und teilen sich ein Preisgeld von insgesamt 8.000 Euro. Der Dialektpreis unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, hessische Mundarten auch angesichts sinkender öffentlicher Mittel für kulturelle Traditionen zu bewahren. Die Veranstalter hoffen, dass die wachsende Zahl der Bewerber dazu beiträgt, die Zukunft des Dialekts zu sichern.