01 February 2026, 23:10

Hessens Viehzucht im Wandel: Schweinehaltung bricht ein, Geflügel bleibt stabil

Ein altes Dokument mit einer Zeichnung eines Hofes in einem Feld, umgeben von Häusern, Bäumen und Himmel, mit der Beschriftung "Surgensburg, Deutschland - Landschaft eines Hofes".

Tierhaltung in Hessen sinkt - Außer bei Geflügel - Hessens Viehzucht im Wandel: Schweinehaltung bricht ein, Geflügel bleibt stabil

Viehzucht in Hessen durchläuft tiefgreifende Veränderungen: Rückgänge in einigen Bereichen, Wachstum in anderen

Die Tierhaltung in Hessen erlebt deutliche Umbrüche – während die Bestände an Schweinen und Rindern seit 2018 spürbar schrumpfen, bleibt die Geflügelproduktion stabil. Die aktuellen Zahlen zeichnen das Bild einer sich wandelnden Agrarlandschaft in der Region.

Schweinehaltung im freien Fall Innerhalb von nur sechs Jahren hat die Schweinehaltung in Hessen dramatisch an Bedeutung verloren. 2018 gab es noch rund 5.000 Betriebe mit knapp 660.000 Schweinen, doch bis November 2024 sank die Zahl auf nur noch 2.300 Höfe mit unter 400.000 Schweinen – ein Rückgang um mehr als die Hälfte bei beiden Kennziffern. Dieser Trend entspricht der bundesweiten Entwicklung: Die Anzahl der Schweinebetriebe verringerte sich von 27.000 im Jahr 2018 auf etwa 23.000 im Jahr 2024, wobei Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen die stärksten Einbußen verzeichneten.

Rinderhaltung mit moderatem Rückgang Auch die Rinderzucht in Hessen ist geschrumpft, wenn auch weniger stark. Aktuell werden rund 370.000 Rinder gehalten – etwa 100.000 weniger als 2018. Die Entwicklung spiegelt größere Verschiebungen in der Tierhaltung und der Marktnachfrage wider.

Geflügelbranche weiterhin auf Wachstumskurs Ganz anders präsentiert sich die Geflügelwirtschaft: Mit rund 3.220 Betrieben, die insgesamt etwa 2,8 Millionen Hühner halten, bleibt der Sektor stabil. Davon konzentrieren sich fast 3.000 Höfe auf Legehennen (rund 1,5 Millionen Tiere), während 220 Betriebe etwa 1,3 Millionen Masthühner halten. Anders als bei Schweinen und Rindern gibt es hier keine Anzeichen für einen Rückgang.

Zwei Geschwindigkeiten in der hessischen Viehwirtschaft Die Daten zeigen ein gespaltenes Bild: Während die Schweine- und Rinderhaltung schrumpfen – mit weniger Tieren und Betrieben als 2018 –, bleibt die Geflügelproduktion robust und hält in beiden Sparten (Eier und Fleisch) stabile Zahlen. Die Entwicklungen deuten auf eine langfristige Neuausrichtung der landwirtschaftlichen Schwerpunkte in der Region hin.