03 February 2026, 23:24

Hessens Grüne wollen Landkäufe begrenzen – doch die CDU blockt ab

Ein altes Dokument mit einer Zeichnung eines Bauernhofs in einem Feld, umgeben von Häusern, Bäumen und einem Himmel, mit dem Text "Surgensburg, Germany - Landschaft eines Bauernhofs".

Grüne fordern Mietenstopp für die hessische Landwirtschaft - Hessens Grüne wollen Landkäufe begrenzen – doch die CDU blockt ab

Die Grünen in Hessen haben einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt, um großflächige Landkäufe der grünen Hessen einzudämmen und die lokale Landwirtschaft zu stabilisieren. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der Höfe in der Region in alarmierendem Tempo schließen – fast alle zwei Tage verschwindet ein Betrieb. Parteivertreter betonen, dass dringend gehandelt werden müsse, um ländliche Gemeinden und die Nahrungsmittelproduktion zu schützen.

Der Entwurf sieht zwei zentrale Maßnahmen vor: eine Obergrenze für den Landerwerb durch einzelne Käufer sowie eine Mietpreisbremse für landwirtschaftliche Flächen. Der grüne Abgeordnete Hans-Jürgen Müller warnte, dass ohne Gegensteuerung der anhaltende Rückgang der Höfe die regionale Lebensmittelversorgung gefährde und ländliche Räume weiter schwäche.

Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (CDU) wies die Pläne umgehend zurück. Er argumentierte, zusätzliche Vorschriften würden Landbesitzern und Investoren unnötige Belastungen aufbürden. Der Minister unterbreitete zwar keine Alternativvorschläge, machte aber deutlich, dass er den Ansatz der Grünen ablehnt.

Die Debatte folgt auf Jahre des Rückgangs der Betriebszahlen in Hessen, wobei aktuelle Daten zu den Schließungen nicht vorliegen. Kritiker des Entwurfs warnen, dass Preiskontrollen Investitionen abschrecken könnten, während Befürworter darauf bestehen, dass steigende Bodenpreise kleine Höfe in den Ruin treiben.

Der Vorschlag der Grünen stößt nun auf Widerstand der Landesregierung. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es eine deutliche Wende beim Kauf und der Verpachtung von Ackerland in Hessen bedeuten. Solange die politischen Gräben bestehen, bleibt die Zukunft der regionalen Landwirtschaft jedoch ungewiss.