Hessens Drogen-Amnestie endet – jetzt drohen harte Strafen für Besitz
Klaas LübsAmnestie für Springmesser: Angebot in Hessen kaum genutzt - Hessens Drogen-Amnestie endet – jetzt drohen harte Strafen für Besitz
Hessens Amnestie für illegale Drogen endet – strenge Regeln treten in Kraft
Am 1. Oktober ist die Amnestie für illegale Drogen in Hessen ausgelaufen, seitdem gelten verschärfte Vorschriften. Trotz Bemühungen, drogenbedingte Gefahren einzudämmen, blieb die Beteiligung an der Aktion im gesamten Bundesland äußerst gering. Die Behörden hatten die Bevölkerung während der Übergangsphase aufgefordert, verbotene Substanzen straffrei abzugeben.
Die Resonanz auf die Amnestie fiel jedoch weitgehend enttäuschend aus. In den meisten Landkreisen und Städten Hessens wurden überhaupt keine Drogen abgegeben. In Gießen wurden lediglich drei illegale Substanzen eingereicht, in Darmstadt brachte eine einzige Person zwei Klingen zur Abgabe.
Eine Ausnahme bildete Bad Vilbel, wo ein Bürger mehr als 100 illegale Substanzen abgab – der mit Abstand größte Einzelbeitrag während der Amnestiephase.
Innenminister Roman Poseck wies auf die anhaltende Gefahr durch solche Substanzen hin. Als Belege für die Notwendigkeit strengerer Kontrollen verwies er auf jüngste Drogenangriffe in Mannheim, Solingen und Aschaffenburg. Nach den neuen Regelungen ist der Besitz von Drogen nur noch in Ausnahmefällen erlaubt, etwa für medizinische Zwecke.
Um die Gewalt weiter einzudämmen, haben mehrere hessische Städte zudem waffenfreie Zonen eingerichtet.
Mit dem Ende der Amnestie gelten nun verschärfte Strafen. Wer ohne triftigen Grund verbotene Substanzen bei sich trägt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Behörden überwachen die Einhaltung der Vorschriften im Rahmen ihrer Bemühungen, die öffentliche Sicherheit zu erhöhen.