Hessen startet 24/7-Online-Antrag für Opfer von Gewalt und Menschenhandel
Klaas LübsHessen startet 24/7-Online-Antrag für Opfer von Gewalt und Menschenhandel
Hessen führt 24/7-Online-Antragssystem für Soziales Entschädigungsrecht ein Bürgerinnen und Bürger können ab sofort rund um die Uhr von zu Hause aus Anträge stellen. Damit folgt das Land dem Vorbild Schleswig-Holsteins, das bereits ein ähnliches digitales Angebot eingeführt hat.
Die neue Plattform entstand in Zusammenarbeit zwischen der Regierungspräsidiums Gießen und dem Hessischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Integration, Jugend und Familie. Sie ermöglicht Opfern sexualisierter Gewalt, häuslicher Gewalt und Menschenhandels, medizinische, psychologische und finanzielle Unterstützung nach dem Vierzehnten Sozialgesetzbuch (SGB XIV) zu beantragen.
Langfristig soll das System auf weitere kommunale Sozialleistungen ausgeweitet werden. Ein integrierter Leistungsfinder hilft Nutzenden, ihre Anspruchsberechtigung zu prüfen. Hessen ist nach Schleswig-Holstein das zweite Bundesland, das diesen digitalen Service anbietet.
Das Online-Tool soll den Zugang zur Sozialen Entschädigung vereinfachen – persönliche Behördengänge entfallen. Ob andere Bundesländer nachziehen, steht noch nicht fest; offizielle Pläne gibt es bisher nicht.






