14 January 2026, 19:08

Hessen rüstet sich gegen Extremwetter und hybride Bedrohungen mit neuer Krisenstrategie

Ein Diagramm, das die Stromkrise in Texas im Jahr 2021 zeigt, mit verschiedenen Farben, die unterschiedliche Stromstärken anzeigen, und begleitendem Text.

Hessen bereitet sich auf Stromausfälle und hybride Bedrohungen vor - Hessen rüstet sich gegen Extremwetter und hybride Bedrohungen mit neuer Krisenstrategie

Hessen hat seine Krisenvorsorge mit neuen Gesetzen und einem eigens eingerichteten Rat gestärkt. Innenminister Roman Poseck betont, dass das Land auf die wachsenden Bedrohungen durch Extremwetter und hybride Risiken vorbereitet sei. Gleichzeitig räumt er ein, dass Stromausfälle nie vollständig verhindert werden könnten.

2023 schuf Hessen den Rat für Sicherheit und Resilienz, um die Krisenreaktion zu verbessern. Dieses Gremium sorgt für eine regelmäßige Abstimmung zwischen den Ministerien und konzentriert sich auf Notfallplanung sowie den Austausch von Ressourcen. Die Resilienzstrategie des Landes legt nun besonderen Wert auf den Schutz kritischer Infrastrukturen – sowohl in physischer als auch in digitaler Hinsicht.

Poseck warnt, dass Krisen längst keine Seltenheit mehr seien. Hybride Bedrohungen wie Cyberangriffe und Extremwetterereignisse hätten die Gefahr von Störungen erhöht. Dennoch hebt er die robusten Notstromsysteme Hessens und die enge Zusammenarbeit mit Energieversorgern hervor. Auf Bundesebene hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt einen Zivilschutzpakt vorgeschlagen. Dieser sieht Investitionen in Höhe von 10 Milliarden Euro bis 2029 vor, um die nationale Resilienz zu stärken. Dobrindt drängt zudem auf eine schnellere Verabschiedung des Kritische-Infrastrukturen-Schutzgesetzes, das strengere Sicherheitsvorgaben für Betreiber festlegen und klare Resilienzstandards definieren soll.

Die Maßnahmen Hessens zielen darauf ab, Risiken zu verringern, doch die Verantwortlichen geben zu, dass einige Störungen unvermeidbar bleiben. Die neuen Gesetze und Mittel sollen die Infrastruktur widerstandsfähiger machen und die Krisenbewältigung verbessern. Sowohl die Landes- als auch die Bundespolitik passen ihre Strategien kontinuierlich an die sich wandelnden Bedrohungen an.